Drei praktische Erfahrungen mit Linux – Update

— 1.

Ein Freund kaufte sich einen Sprachkurs (für Russisch) mitsamt CDs. Auf den CDs sind MP3 Dateien. Er überspielte die CDs auf seine Computer und auf MP3-Player. Nach einiger Zeit wollte er Dateien, die auf den CDs getrennt sind, zusammenlegen. Völlig problemlos gelang ihm dies auf der Konsole mit dem guten alten Befahl „cat“, der von Haus aus auf jedem Linux-Gerät vorhanden ist.
Das sah zum Beispiel so aus:
cat 02-Ypok01.mp3 03-Ypok02.mp3 > ypok1-2.mp3 (Hier machte er aus den zuvor getrennten Audios 02-Ypok01 (Lektion 1) und 03-Ypok2 (Lektion 2) die neue zusammenhängende Audiodatei ypok1-2.mp3.

— 2.

Der Freund kaufte sich zum ersten Mal in seinem Leben ein Hörbuch über Internet. Als er es heruntergeladen hatte stellte er fest daß dieses Hörbuch in einem proprietärem Format ist, daß es laut Angabe des Vertreibers angeblich nur auf Windows plus einer speziellen Applikation hörbar sei und daß dieses Hörbuch keineswegs auf allen handelsüblichen MP3-Playern zu hören ist. Aber genau dafür hatte der Freund das Hörbuch gekauft!

Er wollte es auf tragbarem MP3-Player und im Auto hören und war betreffs dieser Unmöglichkeit vor dem Kauf nicht gewarnt worden vom Verkäufer.
Zunächst war der Freund stocksauer und er erwog den Verkäufer des Hörbuchs öffentlich anzuprangern denn davon war zuvor nirgendwo die Rede gewesen. Im Gegenteil: Weil man Hörproben anhören kann auf der Website des Verkäufers, was völlig unproblematisch unter Linux geschieht, war er nicht im Traum auf den Gedanken gekommen er würde ein Produkt erwerben mit seinem schwerverdienten Geld das das Betriebssystem Windows verlangte. Er fühlte sich getäuscht. Er war sauer und begann seinen Gegner zu studieren. Als er las er könne sein für schweres Geld gekauftes Hörbuch auf maximal sieben eigenen Geräten hören, lachte er laut, lange und häßlich (er hat eine richtig fiese Lache, sie klingt wie das Wiehern eines brünftigen Ziegenbocks) und er schwur:
„Das wollen wir mal sehen!“.

Als erstes lud er kostenlos und legal „Wine“ auf seine Linux-Kiste.
Danach lud er vom Verkäufer des Hörbuchs (wo er schon das Hörbuch bezahlt und heruntergeladen hatte) dessen Applikation (dessen Programm) herunter, das angeblich nur unter Windows läuft. (Dieser Verkäufer weigert sich seit Jahren Linux zu unterstützen, entsprechende Anfragen beantwortet er stets abschlägig, kann man im Netz nachlesen.)
Sodann ließ er unter Linux mittels Wine die für Windows gedachte Software des Verkäufers laufen,  kopierte das Hörbuch in dieses Programm und begann es zu hören.

Ihn störte aber immer noch daß dieses Hörbuch mit einem herstellereigenem Format codiert war, daß es keine stinknormale mp3 Datei war.
Er wollte aber dieses Hörbuch als mp3.
Und genau das tat er.

–3.

Er lud sich gratis und legal das hübsche kleine Programm Audio-Recorder auf seine Kiste. Das geschah in drei Schritten:

sudo apt-add-repository ppa:osmoma/audio-recorder (Fügt zusätzliche Quelle dort an wo Programme zum Herunterladen gesucht werden)

sudo apt-get update (Aktualisiert)

sudo apt-get install audio-recorder (installiert das Zauberprogramm audio-recorder)

Was immer aus den Lautsprechern des Computers kommt (genauer gesagt: von der Soundkarte, man kann also getrost das Lautsprecherkabel abziehen) kann dieses Programm aufnehmen und im gewünschten Format speichern, also auch in mp3.
Sodann startete der Freund mittels Eingabe von audio-recorder im Terminal die Aufnahme des Audio-Recorders und er startete die Wiedergabe des Hörbuchs (er kopiert zuvor erneut das Hörbuch in die Applikation des Verkäufers) und ging aus dem Haus. Als er zurückkam war das Hörbuch, das vormals nur im proprietärem Format zur Verfügung stand, jetzt als MP3-Datei gespeichert.

Flugs überspielte er diese Datei zu seinem persönlichem Gebrauch auf einen daumengroßen MP3-Player und auf eine CD für sein Auto. Den Rest des Tages und auch den gesamten folgenden Tag spürte er wie sich seine Mundwinkel ständig nach oben zogen weil er immer wieder daran dachte, daß ihm nach dem Kauf von oben herab versichert worden war seitens des Verkäufers,der von ihm Geld kassiert hatte für ein proprietäres Produkt, er könne dieses Produkt nur unter Windows verwenden und auf maximal sieben Geräten einsetzen und er könne es nicht auf seinem MP3 Player hören.
Jetzt eben liegt er im Boot auf einem See, lässt sich die Sonne auf seinen Bauch scheinen und genießt das Hörbuch über seinen MP3-Player.

Update

— 4.

Der Verkäufer hatte eine einzige Audio-Datei zum Herunterladen bereitgestellt, folglich war diese Datei riesig groß, es waren mehr als 100 MB. Der Freund griff einfach zu dem auf jeder Linux-Distribution befindlichen Kommande „split“ und zerlegte so die große Datei in handliche Päkchen zu jeweils rund 30 Minuten Laufzeit. Auf der Konsole gab er schlicht ein:

split -b  20m Programmname.mp3 Programmname_
(Die Option -b lässt split in Byte rechnen. „20m“ sagt split es soll Päckchen herstellen mit jeweils 20 Megabyte. „Programmname_“ gibt die Vorsilben an, den Rest fügt split automatisch an, es beginnt mit aa, ab, ac und so weiter.

Der Freund lachte häßlich ins Telefon und sagte zu mir:

Wenn der eigene Schneider versagt muß man eben selber nähen. Die benahmen sich arrogant zu mir wie ein Maßschneider der behauptet er könne mir nur 5 Meter Stoff verkaufen und ich solle mich darin einhüllen wenn ich Anzug will. Das, was die sich weigern zu tun und wovon die behaupten es sei unmöglich, ist vollbracht. Die sagen ich kann die von mir bezahlte Ware nur auf maximal 7 Geräten nutzen. Das ist nicht wahr. Genau das war zu beweisen. Ich könnte die Ware jetzt auf 7000 oder auf 7 Millionen oder beliebig vielen Computern nutzen. Linux machte es möglich.
Quod erat demonstrandum.
(Was zu beweisen war.)

Ich gratulierte ihm höflich und beeilte mich das Gespräch zu beenden. Meine Ohren taten mir weh denn er ließ immer wieder seine fürchterliche Lache vom Stapel, die klingt wie das Wiehern eines brünftigen Ziegenbocks.

Londoner Börse ist 2011 von Windows auf Linux umgestiegen

Die Gründe für den Umstieg der Londoner Börse von Windows auf Linux sind: Stabilität und Schnelligkeit.

Heise:

London Stock Exchange ist auf Linux umgestiegen

Gut 16 Monate nach der Ankündigung Ende 2009 ist die Londoner Wertpapierbörse von Windows auf Linux umgestiegen.

Sackstarkes Audio über Linux bei
Open University:

Track 5: Linux in everyday life – from smart-phones to supercomputers

Linux runs on everything from your workaday wireless router to CERN’s most powerful super-computer. Apache – the wide world’s web server of choice – is Linux based, as is your Android Smartphone and your local cash machine.

Sehr gutes Tutorial für Linux Einsteiger

Sehr schönes Tutorial von der Uni Surrey, gratis und frei zum Download, Sie können es auch online lesen:

UNIX Tutorial for Beginners

A beginners guide to the Unix and Linux operating system. Eight simple tutorials which cover the basics of UNIX / Linux commands.

Tux, ein wohlgenährter, glücklicher, rundlicher Pinguin, ist das offizielle Maskottchen des freien Betriebssystemkerns Linux.

Auf eben gezeigtem Bild lesen wir links unter anderem:

DAS TAGEBUCH
VON ELSA LINUX

  • „Ich höre zu trinken auf
  • Ich kündige meinem sodomitischem Chef
  • Ich verlasse meinen sadomasochistischen Liebhaber
  • Ich werde lesbisch“

.


Betriebssysteme auf Supercomputern: Der Sieger ist LINUX

Vor 10 Jahren lief auf Supercomputern zu 90 % das proprietäre UNIX:

Linux-mag.com:

In the year 2000, Linux accounted for little over 5% of the world’s super computers. Who had majority market share? Proprietary Unix at 90%.

Heute läuft auf Supercomputern zu 90 % Linux:

Linux-Mag.com:

Less than a decade later those numbers are completely reversed. That’s right, folks. Today, Linux owns just shy of 90% market share, with Unix having fallen to a mere 5%.

Linux ist Unix aber es ist frei, quelloffen und kostenlos. Google läuft auf Linux. Immer mehr Firmen steigen um auf Linux weil sie wissen damit Geld zu sparen. Immer mehr Schulen beginnen zu entdecken, dass sie gratis Schulcomputer mit dem bestmöglichen Betriebssystem ausstatten können.

In Elektromärkten stehen Computer zum Kaufen herum. Die Computer wären deutlich billiger, wenn die Kunden nicht bezahlen müssten für das schon aufgespielte proprietäre Betriebssystem, das auf Supercomputern zu einem minimalen Prozentanteil verwendet wird, das seinen Quellcode versteckt, für das man extra zusätzlich teure Virensuchprogramme kaufen muss.

Für Debian und seine Derivate gibt es gratis 25 000 Programme, die man sich auf Knopfdruck einfachst installieren kann.

Politiker sollten einmal fragen wie hoch in Deutschland die Lizenzkosten sind, die Schulen, Volkshochschulen und Bibliotheken für proprietäre Software – Betriebssystem, Office Paket, Virensuchprogramme usw. – zahlen müssen. Sie sollten vergleichen mit der Tatsache: Kostenlos ist Besseres erhältlich, dieses Bessere ist gut genug um auf Supercomputern zu laufen. Es ist ein Wahnsinn wenn im Informatikunterricht an Schulen gearbeitet wird mit einem proprietärem System.

Sie können jetzt gleich für lau = gratis die Software erhalten, die auf Supercomputern läuft! Diesselbe Software können Sie auf Ihrem PC, ihrem Laptop laufen lassen! Sie können gratis ihrem Kind genau dieselbe Software geben, die auch auf Supercomputern läuft, die das Internet zusammenhält, die 1969 geboren wurde – Feinheiten lasse ich jetzt mal weg – die noch existieren wird wenn die Kinder Ihrer Enkelkinder nicht mehr leben! Wer grep und sed und awk gelernt hat vor 25 Jahren, kann dies Wissen heute noch nutzen, wird bezahlt dafür und wird dies Wissen auch noch in 50 Jahren nutzen können!

LINUX meint den Kern des Betriebssystems. Im wesentlichen kann man Linux – grob gesagt – aufteilen in

  • BSD
  • Slackware
  • Debian
  • Redhat

Alles was es gibt an Distributionen von Linux lässt sich zurückführen, ableiten von einem der ebengenannten und sie alle wiederum sind – grob gesagt – Unix. Unix im engeren Sinne ist registriert, Warenzeichen, Handelsmarke und kostet Geld. Die anderen sagen sie sind GNU = GNU ist nicht Unix aber sie enthalten im Ergebnis exakt das was UNIX enthält und noch mehr.

Beispielsweise hier können Sie gratis Linux herunterladen. Sie haben das Recht Ihre Kopie zehnfach hundertfach tausendfach weiterzugeben, auf andere Computer aufzuspielen! Sie können ganze Schulen oder Stadtverwaltungen damit ausstatten, gratis. Wann nutzen mehr deutsche Schulen diese Geldsparmöglichkeit?

Genau das, was Sie auf der Konsole (CLI, Command Line Interface) mit ihrem Laptop/ PC machen, auf dem Linux läuft, exakt dasselbe macht der Administrator eines superteuren Supercomputer(clusters), auf dem Linux läuft. Die Befehle, die Ihr 10-jähriges Kind in seinen Linux-PC einhackt sind exakt dieselben wie sie ein Administrator am MIT (Massachusetts Institut for Technology) verwendet.

Im übrigen: Das Betriebssystem Darwin für den Laptop von Apple (Mac OS X)  ist weitestgehend Linux (BSD), wussten Sie das?

Große Unternehmen in Brasilien steigen auf freie Software (Linux) um

Sie sparen dadurch mindestens 40 Millionen Euro. Sie steigen um auf Linux und Open Office. Beides ist Open Source. 170.000 Desktops wurden umgestellt und 6000 Server.

Pro Linux:

Große Unternehmen in Brasilien steigen auf freie Software um

Vor wenigen Tagen meldeten wir, dass die Schulen Rußlands umgestiegen sind auf Linux.

Warum völlig sinnlos Geld ausgeben für  teure Software, wenn man Besseres für lau erhalten kann? Diese Botschaft wird auch noch Deutsche Bibliotheken erreichen. Das gesamte Internet beruht auf UNIX (LINUX). Warum also nicht dieses Betriebssystem verwenden, das ständig, ununterbrochen, aktualisiert wird, das stabil ist und sicher. Viren, Trojaner, Würmer gibt es faktisch keine unter Linux. Warum für teures Geld Virensuchprogramme kaufen für ein bekanntes anderes Betriebssystem, das im Rüchlein steht eine Hintertür für den US-Geheimdienst eingebaut zu haben („NSA-Code“)? Wenn man doch, falls man will, für LINUX Virensuchprogramme und Trojanersuchprogramme ständig aktualisiert herunterladen kann, GRATIS?