„Spiegel“, „stern“, „Focus“ und „Zeit“ wollen ab 2019 keine Heft-Auflagen mehr nennen

Insider informiert:

Die ach so transparenten und ach so unabhängigen ehemaligen Massen-Medien finden Transparenz in EIGENER Sache offenbar nicht mehr so prickelnd.

Auflagezahlen von Wochenzeitungen ( = die entscheidende Größe für Werbekunden) soll es bei den ach so erfolgreichen Blättern Spiegel, stern, Focus und ZEIT künftig nicht mehr geben.

Sie werden einfach nicht mehr gemeldet (!).

Die Einstellung der Quartalszahlen wird dann wohl ein Jahr später auch noch folgen.

=> Nachdem man seit über 10 Jahren zT mehr als 80% der Auflage verloren hat, könnte sich bei zu viel Transparenz bald der Dümmste ausrechnen, wann diese Lügenblätter eingestellt werden.

Darum nun dieser Schritt. SO wird es natürlich nicht begründet – aber die offizielle Begründung ist sprechend genug: „Die Veröffentlichungen bringen keinen Mehrwert, sorgen aber regelmäßig für Negativschlagzeilen“.

=> Drei Jahre noch – dann gibt es diese Blätter im Print nicht mehr. Die heutige Entscheidung ist nur ein weiterer Sargnagel und beschleunigt den Niedergang, denn auf welcher Basis sollen denn die (ohnehin immer weniger werdenden) Werbetreibenden in diesen Blättern noch eine Kosten-Nutzen-Rechnung machen…? Quelle dieser Info: Die Medienfachseite „Horizont“, 30. Oktober 2018.

turi2:

„Spiegel, stern, Focus und Zeit wollen keine Heft-Auflagen mehr melden.

http://www.turi2.de/aktuell/spiegel-stern-focus-und-zeit-wollen-keine-heft-auflagen-mehr-melden/

Qualen nach Zahlen: „Spiegel“, „stern“, „Focus“ und „Zeit“ wollen ab 2019 keine heftbezogenen-Auflagen mehr bei der IVW melden, schreibt „Horizont“. Kurz hintereinander hätten die vier Verlage der Wochentitel der IVW entsprechende Kündigungen eingereicht. Künftig wollen sich die Titel auf Quartalszahlen beschränken. Sie begründen, die Veröffentlichungen brächten keinen Mehrwert, sorgten aber regelmäßig für Negativschlagzeilen. Agenturen und Werbekunden kritisieren die Entscheidung.
Seit 1996 sammelt die IVW heftbezogene Auflagen. Werbetreibenden versprechen die Titel seitdem sogenannte Garantieauflagen. Bei Nichterreichen werden Rückzahlungen fällig. Der Werbetreibenden-Verband OWM kritisiert daher: „Ein Rückzug der Verlage aus dieser unabhängigen Auflagenprüfung führt zu Intransparenz und ist für die werbenden Unternehmen nicht hinnehmbar.“ Der Agenturverbandes OMG warnt: „Der Entschluss könnte die Gattung Print nachhaltig beschädigen.“

Ein Gedanke zu “„Spiegel“, „stern“, „Focus“ und „Zeit“ wollen ab 2019 keine Heft-Auflagen mehr nennen

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