Deutschland Kurier: „Profitiert Söders Familie von der Flüchtlingskrise?“

Deutschland Kurier:

Profitiert Söders Familie von der Flüchtlingskrise?

Es geht um eine Unterkunft für Asylbewerber in Mittelsachsen
Wer sich in der Münchner Staatskanzlei nach privaten Dingen von Minister­präsident Markus Söder (CSU) erkundigt, bekommt es schnell mit dessen Anwalt  … zu tun. Der Berliner Medienrechtler (Fachgebiet: Persönlichkeitsrecht) ist ein mit allen Wassern gewaschener Advokat. Missliebige Anfragen und Recherchen versucht er, möglichst schon im Vorfeld zu unterbinden bzw. nachträglich im Keim zu ersticken. Das mag erklären, warum die nachfolgende Geschichte bisher relativ wenig Staub aufgewirbelt hat.

Unter der Überschrift »Familie von Asylkritiker Söder macht Kasse!« berichtete am 19. Januar 2016 erstmals die Internetseite ›Mopo24.de‹, ein Ableger der in Dresden und Chemnitz erscheinenden sächsischen ›Morgenpost‹, über ein Grundstücksgeschäft, das in der Region »für Diskussionen« sorge. Andere Medien wie die ›Nürnberger Nachrichten‹ und die Münchner ›Abendzeitung‹ zogen nach und fragten: »Profitiert Söders Familie von der Flüchtlingskrise?«

Doch so wirklich traute sich seither niemand mehr an die Story heran. Warum nicht, darüber darf spekuliert werden. Im Lichte bisheriger Presseberichte stellt sich die Sache wie folgt dar:

Der vor einem Jahr verstorbene Nürnberger Unternehmer Günter Baumüller, der Vater von Markus Söders Ehefrau Karin Baumüller-­Söder, wollte eine alte Produktionshalle seiner Firma in Rossau (Mittelsachsen) an den Landkreis verkaufen – damit dort Asylbewerber untergebracht werden können. Hintergrund: 2009 hatte die Baumüller-­Gruppe, einer der führenden Hersteller automatisierter Verpackungssysteme, einen Standort für Anlagen-Systemtechnik im Industriepark Rossau eröffnet. Doch im September 2015 entschied sich das Nürnberger Unternehmen dafür, den Standort aufzugeben und die Produktion in das Werk der Baumüllers in Slowenien zu verlagern. Die Firma unterbreitete dem Landkreis Mittelsachsen ein Verkaufsangebot. Es kam zu Verhandlungen. Genannt wurde ein Preis von 1,5 Millionen Euro. Zum Stand der Verhandlungen bzw. gegebenenfalls zu deren Ausgang halten sich die Beteiligten bedeckt – wie auch bezüglich der aktuellen ­Eigentumsverhältnisse.

Pikant: In den Fabrikhallen auf dem Gelände wurden »Flüchtlinge« untergebracht. Laut Regionalpresse sollte auf dem 17.500 Quadratmeter großen Areal ein Verteilzentrum für bis zu 350 Migranten entstehen, die hier registriert und dann weiterverteilt werden sollten. Da das Gelände bereits für die Unterbringung von »Flüchtlingen« genutzt wurde (und wohl noch wird), zahlt(e) der Landkreis Miete in unbekannter Höhe an die Firma Baumüller. Für die sächsische Ex-Bundestagsabgeordnete Simone Raats (SPD) bleibt »ein Geschmäckle« – dergestalt, ob Familie Söder infolge der Firmenbeteiligung von Karin Baumüller-Söder zumindest mittelbar von der Flüchtlingskrise profitiert hat und möglicherweise noch immer profitiert? Soviel wird man unterstellen dürfen: Das Thema muss Markus Söder knapp drei Wochen vor der Landtagswahl höchst ungelegen kommen, zusätzlich zu den Hiobsbotschaften der Demoskopen. Auch nach dem Münchner Harmonie-Parteitag der Christsozialen brodelt es an der CSU-Basis weiter.

5 Gedanken zu “Deutschland Kurier: „Profitiert Söders Familie von der Flüchtlingskrise?“

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  2. Raul Castro
  3. Der Springer

    Geld stinkt nicht. Das Ganze geschieht dann unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit ! Man muß nur für alles eine passende Erklärung haben. Aber Politiker sind nun mal Laberköppe von Geburt an,denen fällt ganz sicher was ein. Söder ist nämlich so ein Blender,mit Maßkrug im Bierzelt eine volksnahe Showeinlage geben,das macht sich gut im Wahlkampf !!

  4. GvB

    Nix neues bei den G’schaftlerhuberern in Bayern.
    So wie bei F.J.Strauss und anderen gehört das zum christlich-a-sozialen Habitus und „zum guten Ton“.
    Speckstein, äh Beckstein…
    CSU: Skandale gehören schon immer zur Volkspartei – WELT
    Skandale.. Die CSU, eine Partei zwischen Puff und Papst … Amigo-Affäre, also seine Günstlingswirtschaft, fanden die Bayern gar nicht lustig.
    …und Phädophile
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article156107743/Die-CSU-eine-Partei-zwischen-Puff-und-Papst.html

  5. Hadesliebhaber

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article181736372/Zuwanderungsgesetz-SPD-setzt-mehr-Spurwechsel-fuer-abgelehnte-Asylbewerber-durch.html

    ZUWANDERUNGSGESETZ
    SPD setzt mehr Spurwechsel für abgelehnte Asylbewerber durch
    Die Bundesregierung weitet die Möglichkeiten für Geduldete aus, durch Berufstätigkeit der Abschiebung zu entgehen.
    Bei diesen sogenannten Spurwechseln hat sich die SPD durchgesetzt.
    Asyl und Einwanderung werden weiter vermischt.
    Die Möglichkeiten für abgelehnte Asylbewerber mit Duldung, durch Berufstätigkeit der Abschiebung zu entgehen, werden ausgebaut. Das hat der Koalitionsausschuss von Union und SPD in der Nacht zu Dienstag beschlossen.

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