Aus dem Giftschrank: Das soll niemand wissen: Folge 2

Herr Gentz, der Herrn Metternich beraten hatte, schrieb am 19. April 1819 an den Nationalökonom Müller (fett durch die Redaktion):

Der Protestantismus ist die erste, wahre und einzige Quelle aller ungeheuren Uebel, unter welchen wir heute erliegen.  …  Indem sich aber die Regierungen bequemten, den Protestantismus als eine erlaubte religiöse Form … anzuerkennen … war sofort die religiöse, moralische und politische Weltordnung aufgelöst.

Was wir erlebt haben, war nur eine nothwendige Folge, und die natürliche Entwicklung jenes ersten unermeßlichen Frevels. Die ganze französische Revolution und die noch schlimmere, die Deutschland bevorsteht, sind aus der nämlichen Quelle geflossen.  …

… Das Blut gerinnt einem in den Adern, wenn man in die Zukunft blickt und denkt, daß das höchste Ideal des Staates in den Augen aller unserer Aufgeklärten – die Republik der nordamerikanischen Heiden … ist.

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Ein Gedanke zu “Aus dem Giftschrank: Das soll niemand wissen: Folge 2

  1. Kommentierer

    Jedes Zeitalter bringt nun mal besondere Gestalten hervor, welche die Welt erblicken, dann wirken und alsbald aber auch wieder von der Bildfläche verschwinden.

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