„Deutschland, Schlaraffenland“ oder: der Untergang Europas – Rolf Peter Sieferles† letzter Essay

Gefunden durch Hinweis bei bachheimer.com.

Philosophia perennis:

„Deutschland, Schlaraffenland“ oder: der Untergang Europas – Rolf Peter Sieferles† letzter Essay

Er war ein großer Gelehrter, Zivilisationskritiker und Regierungsberater. 1949 in Stuttgart geboren, lehrte er seit 2000 an der Universität St. Gallen Geschichte, lebte in Heidelberg, wo er sich am 17. September im Alter von 67 Jahren das Leben nahm. Im Winter 2015/16 erschien sein letzter Essay „Deutschland, Schlaraffenland – Auf dem Weg in die multitribale Gesellschaft“.

Transfer von Technologie sei leicht, Transfer von Institutionen aber schwer. Transfer von kulturell-mentalen Mustern sei praktisch unmöglich.

Es wäre so, als drehte man die Heizung auf und öffnete gleichzeitig die Fenster.

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2 Gedanken zu “„Deutschland, Schlaraffenland“ oder: der Untergang Europas – Rolf Peter Sieferles† letzter Essay

  1. Prognostiker

    Wenn man in diesem Professor Sieferles Verlautbarungen etwas herumstöbert, sah dieser Mann insbesondere die Zukunft Deutschlands alles andere als rosig. Ob dies wohl ein triftiger Grund war für sein etwas frühzeitiges von dannen trollen?
    Teilweise kann ich den Gedanken Sieferles durchaus zustimmen. Jedenfalls betrachtete der gute Professor ganz im Gegensatz zu manchen Kollegen die Geschehnisse mit offenen Augen und war kein Mitläufer des grossen Zeitgeistes. Persönlich mache ich mir allerdings nicht so viele komplizierte Gedanken und Zusammenreime, sondern verfechte frei und frank die folgende ganz einfache Theorie: Die ganze riesige Völkerwanderung von Ost und Süd nach Nord wird ziemlich schlagartig dann aufhören, wenn auch im Norden kein fressen und schöne Leistungen für die persönliche Wohlfahrt mehr gratis frank und frei abgegeben wird und es wird keine 5 Jahre mehr dauern bis es soweit sein wird. .

  2. Bruno

    Herr Rolf Peter Sieferles Schreibstil ist für mich ein typisches Beispiel „Geistes“ – wissenschaftlicher Abgehobenheit. Er redet vom Wert des Nationalstaats und kann ohne Lateinismen keinen deutschen Satz hervorbringen. Damit kann man das Wesentlicher gut verschleiern.

    Ich denke nach wie vor, dass der Kampf der Kulturen fast ausschließlich auf dem Gebiet anderer Völker – heute halt überwiegend dem der Völker muslimischen Glaubens – stattfand und stattfindet. Wenn wir aufhören diese Länder in die Steinzeit zurück zu bomben, weil uns deren Systeme nicht gefallen, dann werden wir auch keine Flüchtlingswellen mehr über uns ergehen lassen müssen.

    Erst dann wäre ein Dialog der Kulturen überhaupt erst vorstellbar. Ein Dialog der in der Vergangenheit wesentlich intensiver von muslimischer Seite betrieben wurde. Auch mit der Folge, dass sich dadurch der Westen überhaupt erst wissenschaftlich- technologisch entwickeln konnte und in das Zeitalter der vom Westen so bezeichneten Aufklärung eintrat.

    Es wird heute viel über den Islam geschrieben, was sich bei genauerem Hinsehen meist als kompletter Unsinn erweist. Auch dies scheint mir ein wesentlicher Bestandteil europäischer ichbezogener Selbstwahrnehmung zu sein, nämlich die Unfähigkeit, andere Kulturen verstehen zu können. Hoffen wir mal, das dies nicht genetisch bedingt ist.

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