„Bassam Tibi: Ich weigere mich, zu schweigen“

Basler Zeitung:

Ich weigere mich, zu schweigen

Von Bassam Tibi. Aktualisiert am 05.08.2016 242 Kommentare

In Deutschland zwingen Politiker und Medien die Bevölkerung, ein Narrativ von einer Willkommenskultur zu übernehmen, wonach 1,5 Millionen Flüchtlinge aus Nahost und Afrika ein Segen für Europa seien.

Diesen Artikel schreibe ich als ein westasiatischer Muslim aus Damaskus, der in Deutschland als «Syrer mit deutschem Pass» lebt. Ich beklage mich über die Unterdrückung meines Grundrechtes auf Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit, die mir das deutsche Grundgesetz garantiert. Der Anlass ist dieser: Die Zeitung Die Welt durchbrach eine totale Verbannung meiner Person aus den deutschen Medien, die von 2002, nach der Veröffentlichung meines Buches «Islamische Zuwanderung. Die gescheiterte Integration», bis heute verhängt worden ist.

… Es bleibt mir nur die Möglichkeit, wie einst meine jüdischen Lehrer Adorno und Horkheimer in die Schweiz zu flüchten und die Verteidigung der Meinungsfreiheit vorzunehmen. Deutsche Zeitungen lehnen es ab, meine Gedanken zu veröffentlichen, weil sie in die Kategorie «unbequeme Gedanken» (Theodor W. Adorno) eingeordnet werden. Davon werde ich niemals ablassen. …

Dürer

Ein Gedanke zu “„Bassam Tibi: Ich weigere mich, zu schweigen“

  1. Nüchterner Betrachter

    In Deutschland wird traditionell vieles exakter und intensiver betrieben als anderswo auf dieser Welt, so wird wohl auch die Meinungsdiktatur in Deutschland am intensivsten gepflegt. Ob es nicht zuletzt auch am Wesen des Deutschen liegt? Nur von ungefähr kann es ja nicht kommen.

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