Was nicht im Schulbuch steht: Hungerblockade gegen Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg

Habe eben gesucht in Steins Kulturfahrplan und Ploetz Illustrierte Weltgeschichte, wenn es nach denen geht so werden die toten Frauen und Kinder, die aus Hunger wegen der Seeblockade nach dem ersten Weltkrieg in D starben, nicht erwähnt. Es bestand aber nach dem WW I eine Seeblockade fort gegen Deutschland, exakt mit der Absicht Hunger zu erzeugen.

Junge Freiheit (fett durch mich):

Die Bestrafung mit einer Hungersnot
Bis in das Frühjahr 1919 setzen die Alliierten ihre Lebensmittelblockade gegen Deutschland fort / Etwa eine Million Todesopfer
Dag Krienen

Im „Lexikon der Völkermorde“ (1999) von Gunnar Heinsohn findet sich der Eintrag „Deutsche Opfer / Hungerblockade 1917/1918“. Demnach starben etwa eine Million Zivilisten in Deutschland und Österreich an Unterernährung, „weil die Lebensmittelblockade der Alliierten ungemein effektiv funktionierte“. Festgehalten wird dort auch, daß diese Blockade erst Ende März 1919 gelockert wurde.

Das massenhafte Hungern und Verhungern in Deutschland in Zusammenhang mit der alliierten Blockade findet in den einschlägigen historischen Darstellungen zum Ersten Weltkrieg durchaus Erwähnung. Hinweise darauf, daß diese Blockade, die sich fast von Anfang an auch auf Lebens- und Futtermittel erstreckte, nach dem Waffenstillstand im November 1918 noch monatelang fortgesetzt wurde und das große Sterben an der Heimatfront das Sterben an den Kriegsfronten weit überdauerte, sind hingegen sehr viel seltener zu finden.

mises.org:

Yet, when the Germans surrendered in November 1918, the armistice terms, drawn up by Clemenceau, Foch, and Pétain, included the continuation of the blockade until a final peace treaty was ratified.

… In some respects, the armistice saw the intensification of the suffering, since the German Baltic coast was now effectively blockaded and German fishing rights in the Baltic annulled.

One of the most notable points in Vincent’s account is how the perspective of „zoological“ warfare, later associated with the Nazis, began to emerge from the maelstrom of ethnic hatred engendered by the war. In September 1918, one English journalist, in an article titled „The Huns of 1940,“ wrote hopefully of the tens of thousands of Germans now in the wombs of famished mothers who „are destined for a life of physical inferiority.“[8] The „famous founder of the Boy Scouts, Robert Baden-Powell, naively expressed his satisfaction that the German race is being ruined; though the birth rate, from the German point of view, may look satisfactory, the irreparable harm done is quite different and much more serious.“

Against the genocidal wish-fantasies of such thinkers and the heartless vindictiveness of Entente politicians should be set the anguished reports from Germany by British journalists and, especially, army officers, as well as by the members of Herbert Hoover’s American Relief Commission. Again and again they stressed, besides the barbarism of the continued blockade, the danger that famine might well drive the Germans to Bolshevism. Hoover was soon persuaded of the urgent need to end the blockade, but wrangling among the Allies, particularly French insistence that the German gold stock could not be used to pay for food, since it was earmarked for reparations, prevented action.

In early March 1919, General Herbert Plumer, commander of the British Army of Occupation, informed Prime Minister Lloyd George that his men were begging to be sent home; they could no longer stand the sight of „hordes of skinny and bloated children pawing over the offal“ from the British camps. Finally, the Americans and British overpowered French objections, and at the end of March, the first food shipments began arriving in Hamburg. But it was only in July, after the formal German signature to the Treaty of Versailles, that the Germans were permitted to import raw materials and export manufactured goods.

Read all about it:

Hidden Historical Fact:
The Allied Attempt To Starve Germany in 1919

By Fred Blahut

Even after an armistice ended World War I, the rapacious victors continued a devastating blockade of Germany.

If one word could describe Germany during the immediate aftermath of World War I, it would be „starvation.“ And yet, while some 900,000 German men, women and children were starving to death, the American and British public knew nothing … deliberately caused by the continuation of a wartime British naval blockade.
Britain’s post-war naval blockade of food to Germany in 1919 matched the then current blockade of news by the American and British press. Even today, only a few non-Germans know the truth, and American and British historians, for the most part, have participated in the coverup of this most appalling crime.

The guilt of the world press in covering up the atrocity is compounded by the fact that the American and British public were told of the starvation itself, but were kept ignorant of the criminal policies of the Allies which produced it.Newspapers carried stories of relief efforts to rescue the starving. The most famed of these efforts was directed by Herbert Hoover, later to become the 31st president.

As told by Otto Friedrich in Before the Deluge: A Portrait of Berlin in the 1920s, John Maynard Keynes cited the testimony of an observer who accompanied Herbert Hoover’s mission to help the starving:

You think [this] is a kindergarten for the little ones. No, these are children of seven and eight years. Tiny faces, with large, dull eyes, overshadowed by huge puffed, rickety foreheads, their small arms just skin and bones, and above the crooked legs with their dislocated joints the swollen, pointed stomachs of the hunger edema … „You see this child here,“ the physician in chargeexplained; „it was the recipient of an incredible amount of bread, and yet it did not get any stronger. I found out that it hid all the bread it received underneath its straw mattress. The fear of hunger was so deeply rooted in the child that it collected the stores instead of eating the food: a misguided animal instinct made the dread of hunger worse than the actual pangs.“

Uwe Schulte-Varendorff
Die Hungerunruhen in Hamburg im Juni 1919 –
eine zweite Revolution

bestimmten weiterhin Hunger und Not den
Alltag der Bevölkerung, was nicht nur in Hamburg dazu führte, dass die
Menschen ihren Protest und ihren Unmut gegen diese unerträglichen Lebensbedingungen
in Form von Demonstrationen und Aufruhr, aber auch
durch Diebstähle und Plünderungen zum Ausdruck brachten. Die Nahrungsmittelknappheit
und Mangelwirtschaft hatten ihren Ursprung bereits
in den Jahren des Ersten Weltkriegs, bedingt durch die Blockadepolitik der
Entente und eine schlechte beziehungsweise nicht vorhandene Ernährungsvorsorge
durch die Führung des Deutschen Kaiserreichs. Die Hoffnungen,
dass sich die Nahrungsmittelversorgung der Zivilbevölkerung nach Einstellung
der Kampfhandlungen schnell verbessern würde, zerschlugen sich
rasch.

Zum einen wurde die Blockade weiterhin noch eine Zeit lang aufrechterhalten,
um dadurch politischen Druck auf das Deutsche Reich auszuüben

Luise Meyer:

Luise Meyer
Erinnerungen aus dem Jahr 1919

Hunger
… ist der Hunger in Riga eingezogen […]. Rudi unterrichtet in mehreren Schulen, weil man da um 12 Uhr einen Teller Hafersuppe bekommt. Er beeilt sich sehr, von einer Schule in die andere zu kommen, um da noch einen zweiten Teller zu erwischen. Am 1. Mai kommt er strahlend mit einer Kanne Fleischsuppe und einem richtigen Weißbrot nach Hause – es gibt noch Freuden! Minna, das frühere Stubenmädchen meiner Eltern, bringt mir jeden Sonnabend einen Sack Kartoffelschalen, die sie die Woche über gesammelt hat. Sie ist Köchin in einer Suppenküche. Nach vielem Waschen werden aus diesen Schalen Pfannkuchen gebacken, die greulich schmecken. Im Frühling erkranken Rudi und Heinz schwer. Wir haben nicht gewusst, dass die Keime der Kartoffeln giftig sind […].
Eines Tages sind riesige, harte, zähe Fleischklöße in der Suppe. Wir trauen unseren Augen nicht. Jeden Tag bekommen wir nur diese Klöße – jeden Tag riechen sie noch etwas schlechter. Die Kinder sind verzweifelt. Es sind wirklich und wahrhaftig Elefantenklöße. Der Elefant im Zoo hat dran glauben müssen.
Einen Sonntag sind Rudi und ich auf Skiern im nahen „Kaiserwald“ […]. Rudi kommt auf den Gedanken, den Leiter des Zoos, der da in einer Villa wohnt, zu besuchen […]. Er kommt uns strahlend entgegen: „Nur herein, nur herein, der Löwenbraten steht auf dem Tisch!“ Es ist wie ein Märchen, und wirklich ein Löwenbraten aus dem Zoo. Die Suppenküche hat mit Entrüstung das Fleisch des jungen Löwen abgelehnt. Es schmeckt wie Putenbraten […].

9 Gedanken zu “Was nicht im Schulbuch steht: Hungerblockade gegen Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg

  1. Jr.

    Eine meiner Tanten, 1918 geboren litt Zeit ihres Lebens – sie verschied 1995 – an der sogenannten „englischen Krankheit“, der Rachitis. Man tut heute so, als wäre das nur der andere Name von Rachitis. Die Ärzte der damaligen Zeit, und das waren noch wirkliche Ärzte, keine Hampelmänner wie heutzutage, wählten bewußt den Namen „englische Krankheit“ und nicht Rachitis, weil sie durch die Mangelerscheinung der Hungerblocke durch die Engländer in Übermaß hervorgerufen und verursacht wurde…

    In stetem Gedenken an mein armes Tantchen. Aber auch stete Verachtung für das Piratenvolk auf der Insel!

    1. P. O. Litpackhasser

      Es sind immer noch die Machthaber. Überall auf der Welt. Die Menschen wollen einfach nur leben.
      Wenn nicht eine geldgeile Elite immer mehr, immer mehr, immer mehr in jeder Hinsicht – vor allem Macht! – wollte und dafür Menschen opferten in zahllosen Kriegen, Verseuchung der Erde in allen Bereichen, ginge es uns wahrscheinlich großartig.

  2. P. O. Litpackhasser

    Man bedenke, dass die Deutschen damals in der Lage waren, den Ersten Weltkrieg kurzerhand als Gewinner, ohne dass sie einen Schuss abgegeben hätten, gewinnen können.

    Das ist den meisten Leuten nicht bekant, weil hier fremde Mächte die Geschichtsschreibung machen.

    Durch die Aktivitäten editiert durch HR
    Dass alles von langer Hand geplant war, kann man daran erkennen, dass Belgien extrazu dem Zweck gegründet wurde, damit das Vereinigte Königreich, dass mit Belgien ein Schutzabgekommen unterhielt, in den Krieg entreten konnten.

    Mehr dazu bei lupocattivoblog.wordpress.com

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