Bei zweitem Atomkraftwerk in Japan ist die Kühlung ausgefallen, Name: Fukushima II

„Kühlwasser“ heisser als 100 ° Celsius

Kyodo News:

URGENT: Cooling system fails at Fukushima No. 2 plant

The cooling system failed at three reactors of the quake-hit Fukushima No. 2 nuclear power plant Saturday, the operator Tokyo Electric Power Co. said.

The company, which has already scrambled to deal with radiation leaks at its Fukushima No. 1 plant, notified the industry ministry that the failsafe system at the No. 2 plant stopped functioning as the temperature of coolant water has topped 100 C.

Tagesanzeiger, 00:36:

Japan ruft weiteren atomaren Notstand aus

Japan hat den atomaren Notstand für ein weiteres Kernkraftwerk ausgerufen, nachdem es zu einem Versagen des Kühlsystems kam.

25 Gedanken zu “Bei zweitem Atomkraftwerk in Japan ist die Kühlung ausgefallen, Name: Fukushima II

  1. abfallwirtschaft

    Das kann FETT werden,
    der News- Ticker meint drei Reaktoren gehen eventuell hops.
    Uranus im Widder ist echt eine Nummer.

    Ich sehe sie schon dahin siechen die Börsen die Rückversicher, feine Sache sooo ein Uranus im Widder.

  2. Stephan

    Ohje… das könnte sowas wie Tschernobil werden…. man denke da nur mal an die radioaktiven Wolken die sich dann um den halben Globus verteilen.

  3. Klaus

    Japan wird mit der Katastrophe fertig, keine Sorge Deren „Krisenstäbe“ sind eben nicht mit Juristen, Lehrern, Germanisten, Klimaexperten, Politikkaspern besetzt, sondern da agieren richtige Fachleute, Ingenieure.
    Bei uns gehört mittlerweile selbst ein kalter Winter schon zu Katastrophe, mit denen die nach oben gespülte Entscheiderelite in Vorstand und Politik nicht mehr klarkommt.

  4. dietaeg

    Siedewasserreaktoren (SWR) sind wohl auf der ganzen Welt recht ähnlich aufgebaut. Die wichtigste Sicherheitseinrichtung des SWR ist dabei die Kondensationskammer, die zusammen mit dem RDB im Sicherheitsbehälter (SHB) untergebracht ist. Für den Notfall ist eigentlich vorgesehen, dass alle Abschlüsse des SHB zu gehen, die Brennstäbe mit Druckluft einfahren) und die Kühlung vor dem Einschalten der Nachwärmekühlung dadurch bewerkstelligt wird, dass der Dampf aus dem RDB in der Kondensationskammer kondensiert wird. Dabei kann auch wieder Wasser in den RDB zurück gespeist werde. Die notwendigen Stellventile kann man über die Batterien betreiben.

    Der komplette Ausfall der Notstromversorgung, ist nun nicht der Fall der üblicherweise diskutiert wird. Da ist etwas ziemlich schief gelaufen. Sonst bedenken die Japaner doch auch Erdbeben und Tsunamis.

    Irgendwann kann die Kondensationskammer nicht mehr funktionieren, weil das Wasser über 100 °C erreicht hat. Dann sollte man den Dampf entweichen lassen, da sonst den SHB platzt. Das dürfte zu der Erhöhung der Radioaktivität geführt haben. Das Kühlmittel für SWR ist übrigens Destilliertes Wasser. Das werden die Japaner wohl selbst haben. Da muss man nicht die Amis anhauen. Im Kühlkreislauf kommt dieses mit ein paar Nukliden zusammen, die jetzt für die 1000fache Strahlung sorgen. Da sind aber keine gefährlichen langlebigen Isotope, die von den Brennelementen umschlossen sind. Es gibt Gebiete auf der Erde wo das 100fache normal ist.

    Um eine Kernschmelze abzuwenden, reicht es eigentlich genug Destilliertes Wasser nachzufüllen, dass die Brennstäbe bedeckt bleiben. Dazu reicht, Destilliertes Wasser und ein handelsübliches Feuerwehrauto mit Löschpumpe. Dass dann immer noch leicht radioaktiver Dampf austritt, ist dann wohl ärgerlich aber nicht wirklich gefährlich.

    Wenn es wirklich zur Kernschmelze kommen sollte, sammelt sich die Schmelze auf Boden des RDB. Dann ist zwar der Reaktor geschrottet aber das Inventar bleibt wo es hingehört. Da nach dem Schmelzen die Reaktivität recht gering ist dürfte dann die Kühlung kein wirkliches Problem mehr sein.

    Im Anbetracht der Toten und der Zerstörung ist das kaputte Kraftwerk das kleinste Problem. sein. Aber ein gefundenes Fressen für unsere ach so grünen Medien.

    1. Edda

      Interessante Sicht der Dinge. Das hat mit grünen Medien nichts zu tun. Diese Technik ist vom Menschen nicht beherrschbar, ein reines Glücksspiel. Daß bei uns noch nichts passiert ist, ist reiner Zufall. Im April vor 25 Jahren war Super-Gau in Tschernobyl, ein schöner Frühlingstag, da war ich 14 und habe den Tag noch bildhaft vor Augen. Aus der Geschichte gelernt? Nein, sie wiederholt sich. Der Mensch ist des Menschen ärgster Feind, ich bin zutiefst erschüttert und frage mich, wann wird endlich verstanden, daß wir alle in einem Boot sitzen? Schade ich jemand anderem, schade ich mir. Es ist zum Zerzweifeln. Wieviele Weckrufe braucht es noch?

      1. abfallwirtschaft

        Hallo Edda
        Das frage ich mich auch.
        Der Johann Wolfgang von……machte aus der Frage gleich mal ein Gedicht. Zauberlehrling.

  5. dietaeg

    Hallo Edda,

    Harrisburg war der Beweis, dass Kerntechnik sicher ist. Selbst wenn es in Japan zur Kernschmelze kommen sollte, werden dort keine langlebigen Isotope austreten. Die austretende Aktivität wird auch bei einer Kernschmelze gering bleiben. Die Belastungen für die Umwelt werden einen Fliegenschiss gegenüber den Zerstörungen der Deep Water Horizon sein. So war es auch in Harrisburg. Keine Toten, keine Verletzten und keine Schäden im Ökosystem.

    Was ist daran nicht beherrschbar? Und dies mit militärischer Plutoniumproduktion, unter Missachtung aller Sicherheitsvorkehrungen, in einem Land dessen Schlendrian mit vollem Recht sprichwörtlich ist, zu Vergleichen ist Unfug. Welche Probleme hat dir Tschernobyl bereitet? Mir keine. Außer dass ich vor dem Betreten des Kontrollbereiches duschen musste, da ich ihn sonst kontaminiert hätte.

    Glaube und Angst haben die Grünen direkt von der Katholischen Kirche übernommen. Auf diesem Geschäftsmodell wird eine irrationale Angst, die nicht zu beweisen ist aufgebaut und abkassiert. Da sich das auch noch schon mit der Umsetzung des Morgenthau Planes zur Deindustrialisierung Deutschlands deckt, werden die Macher auch reichlich unterstützt.

    Selber Denken und die Technik kennen hilft.

    1. Edda

      So einen blöden Unsinn habe ich selten gelesen, sorry. Direkt von der KWU bezahlt, wie?
      Gut, diesmal wähle ich für Dich CSU, der Himmel ist grün und das Gras blau, mein Hund sagt miau. Wenn Grafenrheinfeld fällig ist, sprechen wir uns beim Totentanz. Völlig verstrahlt, der Typ. Schöne Grüße! Wenns nicht so schlimm ist, braucht man keinen evakuieren, oder? Die Strahlenkrankheit reine Erfindung. Und, Herzele – was man anderen rät, rät man sich selbst, also Kopf an allerorten.

      1. abfallwirtschaft

        Hallo Edda 🙂
        Sie übersehen eine Kleinigkeit.
        Die japanische Regierung hat scheinbar die Evakuierung auf 20Km ausgeweitet. Oder wie dietaeg meint zum Duschen geschickt. Duschen kann doch nicht sooo schlimm sein 🙂

  6. abfallwirtschaft

    Die japanische Zentralbank senkte den Leitzinns Satz, am 05.10. 2010 auf 0 – 0,10 % (- 0,10)
    Alle Länder die in der vergangenen Zeit durch Naturereignisse betroffen sind, Neuseeland, Haiti usw. senken die Leitzinsen.
    Wohin allerdings die Japaner noch hinab senken möchten?

  7. Klaus

    Oh je, was wäre bei uns erst los?
    Bei uns schafft man es nicht mal in 15 Jahren Planungszeit einen funktionierenden Fahrplan für einen Provinzbahnhof zusammenzustellen.

  8. Stephan

    Bei allem Respekt… aber bei den Kommentaren von dietaeg habe ich das Gefühl einen Werbe-Vertreter der Atom-Lobby vor mir zu haben…. Vielleicht einfach mal unter Tschernobyl radioaktive Wolke googeln. Oder Tschernobyl erhöhte Missbildungen. Aber natüüüürlich ist ja nix passiert… ja klar, darfs ein bischen mehr Strahlung sein?

    1. abfallwirtschaft

      Hallo Stephan
      Wenn ich dietaeg richtig verstanden habe? arbeitet dietaeg in einem AKW oder Forschungszentrum.
      Sollte dem so sein! dann arbeitet Er dort!

      ich arbeite seit 28 Jahren in der Metallindustrie, es gab in dieser Zeit zwei tödliche Arbeitsunfälle und etliche Verstümmlungen.
      Stephan seien Sie sich versichert, KEINER meiner EX-TOT-Kollegen ging auf Schicht um zu sterben. Die wollten nur arbeiten!

      1. Edda

        Lieber Abfallwirtschaft.
        Was ist denn das für ein Vergleich? Glaube, heute ist nicht mein Tag. Klar, auch Sklavenhalter wollen nur leben. Das ist doch keine Begründung oder Rechtfertigung!
        Ich brauch jetzt erstmal ein paar Tassen Kaffee und wie Laura gestern erinnerte: Atmen.
        Geht raus, Sonne genießen. Bis bald. Danke und Gruß!

    2. Edda

      Ja, genau. Tut mir leid @dietag, muß mich für mangelnden Respekt entschuldigen. Die Technik ist mir bestens bekannt, wir haben komplett unvereinbare Positionen, da werde ich gern mal ausfällig, das war nichtmal meine Absicht. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man so borniert und erkenntnisresitent sein kann, deshalb schließe ich plausibel daraus, es muß eine monetäre Verbindung geben – also: beschäftigt bei KWU oder dgl. Darf er uns gern verraten…
      Wollte nicht stänkern, tut mir leid. Viele liebe Grüße an alle.

      1. dietaeg

        Hallo Edda,

        Entschuldigung angenommen.

        dgl. ist richtig. Ja, ich verdiene mein Geld mit Kerntechnischen Anlagen.

        Als ich in der Komponentensicherheitstechnik anfing war ich noch relativ “grün“ und erpicht darauf Sicherheitsmängel zu finden. In den vielen Jahren habe ich keine gefunden. Man konnte noch ein paar Dinge optimieren. Für meinen Job werde ich bezahlt. Hier bei HR bin ich Überzeugungstäter, der für umme schreibt.

        Wenn Sie die Technik kennen, dann kenne ich sie im Detail.

        Und alles was ich mache wird vom TÜV hinterfragt. Ich weiß also von was ich rede. Mir Borniertheit und Erkenntnisreistens vorzuwerfen, weise ich somit, mit Verlaub, zurück.

        Die Diskussion über Kerntechnik findet hier in Deutschland nicht mehr mit Argumenten statt, sondern wird als Glaubenskrieg ausgetragen. Das finde ich schade. Mein Kollege, übrigens auch ein HR, wurde von seiner Frau gebeten, auf der anstehenden Party, mit überwiegender Beteiligung rotgrünen Beamtenbildungstum, sich notfalls als arbeitslos aber nicht als Physiker in der Kerntechnik vorzustellen.

        Geht’s noch?

        Ich habe aufgehört mich zu verstecken, sondern trete offensiv für das ein, was ich mache und für gut befinden kann.

        Mir war es ein Bedürfnis, dies klar zu stellen. Rückfragen erwünscht.

        Grüße

    3. SofiaHuber12

      Hallo Stephan,
      wo holen Sie denn grad ihren Strom her um hier zu posten ?
      Ach nur aus der Steckdose, verstehe.

      Gruß sofiaHuber12

      1. Stephan

        Nein… nicht ganz. Also um ehrlich zu sein kommt E.T jeden Abend bei mir vorbei und steckt seinen Finger in die Steckdose… natürlich die „Steckdose“ an der Wand…

  9. Pingback: Neues aus Japan – eine kleine Presseschau | Nachrichtenspiegel online

  10. dietaeg

    Hallo Stefan,

    du hast keinen Werbe Vertreter vor dir, sondern jemand der sich mit den Anlagen auskennt. Tschernobyl ist mit SWR oder DWR Anlagen nicht zu vergleichen. Kein Graphit, dafür Sicherheitsbehälter und vor allem eine Sicherheitskultur.

    Das Unglück in Tschernobyl war schrecklich. Meiner Ansicht nach ist dabei sogar weit mehr Inventar (praktisch alles) freigesetzt worden als offiziell (so 2%) behauptet wird. Die Auswirkungen für Deutschland waren jedoch gering. Oder kennen Sie Veränderungen in der deutschen Missbildungs- bzw. Krebsstatistik infolge von Tschernobyl?

    Kennen Sie:
    Tschernobyl, Die Natur kehrt zurück
    Kann man bei http://dokujunkies.org/ runter laden. Kam auch schon mal auf ARTE. War wohl für deutsche öffentlich rechtlichen Intendanten nicht mehr tragbar, dass man das in den Mediatheken anschauen konnte. Allerdings finden sich auch hier schon Hinweise auf meinen Verdacht, dass praktisch das gesamte Inventar freigesetzt wurde.

    Habe mir jetzt auch mal die Aufnahmen der Explosion angeschaut. Das gehört sicher nicht zum normalen Betriebsablauf. Das fällt schon in die Kategorie Notfälle. Da scheint wohl das Maschinenhaus in die Luft geflogen zu sein. Das Maschinenhaus hat keinerlei sicherheitstechnische Bedeutung. Das ist im Prinzip der konventionelle Teil, wo der Strom gemacht wird. Da dies bei einem SWR auch zum Kontrollbereich gehört, ist dabei sicherlich radiaktives Material ausgetreten. Aber das Kerninventar ist da wo es sein soll.

    An meinen o.g. Feststellungen ändert dies nichts.

  11. abfallwirtschaft

    Hallo Edda ……genieße den Kaffee und alles andere auch.

    mein Beitrag war kein Versuch der Rechtfertigung, die Begründung liegt in der Natur der Sache(Arbeit)
    Der Zauberlehrling vom Johann Wolfgang von…..

    Edda in unser gemeinsamen Betrachtung des Themas gibts KEINE Differenz. Lasse es Dir gut gehen Edda bis dann.

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