Tierkreiszeichen. Zodiak. Zodiakus. Tierkreis.

Sternbilder contra Tierkreiszeichen

Die astrologischen Tierkreiszeichen haben mit den Sternbildern nichts zu tun.
Wäre es anders, so würde die Bedeutung der Tierkreiszeichen nur zur periodisch wiederkehrenden Zeit der Deckung von Tierkreiszeichen mit den gleichnamigen Sternbildern gelten.
Die Sternbilder – einfach Gruppen von Fixsternen – bilden den Sternbilderzodiak.

Wir behandeln in der Astrologie den tropischen Zodiak – die in zwölf gleichgroße Abschnitte unterteilte Sonnenbahn.
Stellen Sie ihn sich vor wie ein Band, das um die Erde gehüllt ist. Dieses Band verändert sich gegenüber dem Sternbilderzodiak mit der Geschwindigkeit von etwa einem Grad in 72 Jahren. Man nennt dies Präzession.

Multiplizieren Sie die 72 Jahre, die ungefähr für ein Grad der Präzession benötigt werden, mit den 360 Grad eines Kreises, so erhalten Sie das sogenannte Platonische Jahr. Mit der Präzession hängt zusammen die Rede vom Zeitalter des Wassermann.

Wassermannzeitalter

Im Wassermannzeitalter zeigt der Beginn des tropischen Zodiaks – also das die Erde umhüllende Band – auf das Sternbild des Wassermanns. Die Tierkreiszeichen sind zwölf gleichgroße Abschnitte. Sie liegen auf der Ekliptik und werden vom Frühlingspunkt aus gezählt: Die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche definiert 0 Grad Widder.

Die Tierkreiszeichen sind nach traditioneller Auffassung Ausdruck der Seele. (Dagegen sind die Planeten Ausdruck des Geistes.) Sie haben relativen Eigencharakter, der durch Geschlecht, Element und Dynamik bestimmt wird. Zum viel größeren Teil wirken die Tierkreiszeichen durch Verbindung von Planetenkräften. Anders formuliert: Der – durch Geschlecht, Element und Dynamik bestimmte – Eigencharakter der Tierkreiszeichen ist weniger wichtig als die das jeweilige Tierkreiszeichen bedingenden Planetenkräfte. Sie brauchen lediglich die Kennzeichen von sieben Planeten kombinieren um die Merkmale der zwölf Tierkreiszeichen zu erhalten.

Eigencharakter der Tierkreiszeichen

Der Eigencharakter der Tierkreiszeichen bestimmt sich nach: Geschlecht Element Dynamik

1. Geschlecht
Die Geschlechtszuordnung alterniert (wechselt). Also so wie die Felder auf einem Schachbrett. Wir beginnen bei Widder und folgen in der natürlichen Reihe bis Fische. Immer zwei durch ein Zeichen getrennte Tierkreiszeichen haben das gleiche Geschlecht. Männlich: Widder, Zwilling, Löwe, Waage, Schütze, Wassermann Die Feuerzeichen sind alle männlich. Die Luftzeichen sind gleichfalls alle männlich.
Weiblich: Stier, Krebs, Jungfrau, Skorpion, Steinbock, Fische. Die Erdzeichen sind alle weiblich, sie sind. Die Wasserzeichen sind auch alle weiblich.

2. Elemente
Dies hat nichts zu tun mit den Elementen der Chemie. Gemeint sind die Elemente der Alten. Sie sind Verbindungen der vier Urqualitäten: warm- kalt – feucht – trocken. FEUERZEICHEN (WARM+TROCKEN): Widder, Löwe, Schütze. Das Ziel lockt stärker als die Hemmnisse schrecken. Cholerisch. ERDZEICHEN (KALT+TROCKEN): Stier, Jungfrau, Steinbock. Die Hemmnisse schrecken stärker als das Ziel lockt. Phlegmatisch. LUFTZEICHEN (WARM+FEUCHT): Zwilling, Waage, Wassermann Mehr intellektuelle Zergliederung als gefühlsmäßiger Anteil am Leben. Sanguinisch. WASSERZEICHEN (KALT+FEUCHT): Krebs, Skorpion, Fische Melancholisch. Gefühlsmäßiges Ergriffensein vom Leben.

3. Dynamik
Einteilung nach Bewegungsarten. Man klebe auch hier nicht am Begriff sondern man versuche das Wesen zu verstehen. KARDINAL Widder, Krebs, Waage, Steinbock. Nach vorne gerichtet.Initiativ. Frisch voran. FIX Stier, Löwe, Skorpion, Wassermann Zentriert, um sich kreisend, rotierend. (Bild: Akkumulator, Reservoir.) Beharrlichkeit, Ausdauer, Widerstandsfähigkeit. Ziel wird erreicht durch Zähigkeit und Ausdauer. GEWÖHNLICH Zwilling, Jungfrau, Schütze, Fisch Beweglich, ausgleichend, schwankend.

Tierkreiszeichen als Kombination planetarischer Kräfte

Wenn Sie ein beliebiges astrologisches Lehrbuch in die Hand nehmen, so finden Sie die Tierkreiszeichen aufgelistet, denen gewisse Eigenschaften zugeschrieben wird. Dem Widder zum Beispiel „Aktivität und Schwung“, dem Stier „Ausdauer und Sinnengenuß“. Woher kommen die Zuordnungen zu Tierkreiszeichen? In kaum einem Buch finden Sie eine Erklärung dafür. Die Zuordnungen werden als gegeben hingestellt. Wie kommen sie zustande, woraus resultieren sie? Erklärung für die Zuordnungen: Den Tierkreiszeichen zugeordnete Eigenschaften stammen aus Kombinationen von Planeten. Es werden jeweils die Planeten kombiniert, die im jeweiligen Zeichen Würden und Schwächen haben. Sie brauchen also nicht extra zu lernen welche Eigenschaften die Tierkreiszeichen haben: Sie wenden einfach Ihr Wissen über die Planeten an um Aussagen über Tierkreiszeichen treffen zu können. Sie verbinden Eigenschaften von Planeten und können so die Bedeutungen der Zeichen ableiten.

Was sind „Würden?“

  1. Domizil = Herrschaft, Heimat, Behausung = Oikodespotie. Lässt sich auf das thema mundi zurückführen. Domizil ist das eigene Zeichen des jeweiligen Planeten, in diesem ist er zu Hause. Domizil ist die stärkste Würde.
  2. Exaltation = Erhöhung, Kraftsteigerung. Läßt sich auf babylonische Vorstellung zurückführen.
  3. Trigonokratie = Mitherrschaft. Trigonokratie ist die schwächste Würde der starken Würden. Weitere Würden sind Terme und Dekanate und Duodecimae.