Haben wir den Anspruch auf vollständige, genaue und ehrliche Information über den Reformvertrag (Vertrag von Lissabon)?

Haben wir den Anspruch auf vollständige, genaue und ehrliche Information über den Reformvertrag?

Ja, den haben wir.
Bloß, wie wird er erfüllt?
Haben Sie manchmal ein gewisses leises Ahnen, wenn Sie an die Berichterstattung in unseren Massenmedien über den Reformvertrag denken?
Vergleichen Sie einfach mit diesen Informationsquellen:

  • Hier ist das, was die EU nicht liefert: Eine lesefreundliche Ausgabe des Vertrages von Lissabon, die konsolidiert ist (zusammengefügt, der von der EU gewollte Zwang zum Hin- und Herblättern, der zur Unlesbarkeit führt, entfällt).  Mit Index! Mit Marginalien (Anmerkungen am Rand!) Das ist die Version, die Sie nicht lesen sollen!
  • Hier ist ein Video, das zeigt, daß die (Gottseidank!) mit „Nein“ abstimmenden Iren sehr genau wussten warum. Sie waren informiert. Sie waren im Bilde. Leider ist das Video in Englisch und mir ist bekannt wie sehr viele stöhnen, wenn sie es mit englischen Texten zu tun haben, das Anhören einer fremden Sprache ist noch schwerer als das Lesen. Daher ist es mein Tip: Spielen Sie: achten Sie, falls Sie Schwierigkeiten haben sollten zu verstehen, was auf Englisch gesprochen wird, auf die Körpersprache und auf die Gesichter sowie Stimmklang. Schieben Sie getrost den Regler vor, sie brauchen nicht alles zu sehen. Fragen Sie sich, wie die Gestik und Gesichter Sie anmuten. Wie die Stimmen klingen. Ob sie geneigt sind diesen Menschen zu vertrauen. Ob Sie ein gebrauchtes Auto kaufen würden von diesen Menschen. (Wenn Sie mich fragen: Ich würde es tun.)
  • Die FAZ ist mit Vorsicht zu genießen, was ihre Meldungen über den Reformvertrag betrifft, aber sie sprang am 22.6.2008 über ihren Schatten! Frankfurter Allgemeine Zeitung 22.6.2008 hat Essay von Hans-Peter Martin: „Lasst uns eine kühne Demokratie wagen“ Artikel als PDF
  • Video: Ein paar Tage nach der irischen Volksabstimmung sehen und hören wir dies im EU-Parlament, sehen es aber nie im TV.
  • Wollen Sie die EU-Abkürzungen und/oder das Fach-Chinesisch der EU verstehen? Hier: euabc.com. Sprache des Lexikons ist wählbar!
    „Das EUABC.com ist ein Internet Lexikon, das Begriffe der Europäischen Union erläutert. Der Benutzer soll kurz und prägnant über den Aufbau der EU sowie über den derzeitigen Stand der Debatte über die europäische Zukunft informiert werden.Befürworter wie Gegner einer fortschreitenden europäischen Integration werden in diesem Lexikon Argumente für ihre jeweiligen Standpunkte finden.
    Darüber hinaus enthält das EUABC.com eine Vielzahl wertvoller Links!“
  • Jens-Peter Bonde war der EU-Abgeordnete, der am längsten im EU-Parlament saß, in diesem Mai – 2008 – hörte er auf. Seine Website ist hier. Sie enthält wertvolle Links.
  • Man kann von der Tageszeitung ND („Neues Deutschland“) sagen was man will: sie ist die einzige ehrlich über die Gefahren des Reformvertrages berichtende deutsche Tageszeitung, die mir bekannt ist. Hier eine fulminante Analyse: “ »Die EU muss demokratisch und sozial sein – oder es wird sie auf Dauer nicht geben« Europa nach den Referenden über die Verfassung und den Lissabon-Vertrag: Europa braucht eine alternative Wirtschafts- und Sozialverfassung Von Lothar Bisky und Klaus Busch,“

Pactio Olisipiensis Censenda Est.