Der Spiegel berichtet, daß das DIW (Deutsches Institut für Wirtschaft) nicht davon ablassen will sich lächerlich zu machen. Genau derselbe, der im vergangenen Oktober noch nicht einmal imstande war die längst vorhandene Rezession zu erkennen, verkündet nun frohe Botschaft! In 9 Monaten kommen wir darauf zurück, Herr Dreger.
“Das Schlimmste liegt hinter uns”, sagt Christian Dreger vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,623722,00.html
FAZ am 8.10.2008 (Hervorhebung von mir):
Für 2008 prognostiziert das DIW jetzt ein Wirtschaftswachstum von 1,9% nach bislang 2,7% und für 2009 einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,0% nach bislang 1,2%. “Es gibt keine Anzeichen für eine Rezession in Deutschland“, sagte Christian Dreger, Konjunkturchef des DIW, am Mittwoch bei der Vorstellung des Konjunkturberichtes in Berlin.
QUELLE: http://www.faz.net/d/invest/meldung.aspx?id=86165558
Handelsblatt über DIW:
Im vergangenen Jahr lagen die DIW-Forscher mit ihren Prognosen kräftig daneben: Sie gehörten zu den wenigen Experten, die noch im November ein Wachstum für das vierte Quartal vorhergesagt hatten.
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/diw-verordnet-sich-konjunkturprognose-stopp;2238212
Siehe “Wenn Wirte rosa Elefanten sehen“:
“Volkswirte erhöhen Wachstumsprognose“ So lautete am 16. Mai 2008 die Schlagzeile auf der ersten Seite des Wirtschaftsteils der Printausgabe der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) vom 16. 5. 2008, Nummer 113, Seite 11.
Zitiert wird Durchblicker Glos, CSU, Bundeswirtschaftsminister:
“Auch wenn die Zahlen durch den milden Winter geprägt sind, zeigen sie, dass der Aufschwung in Deutschland [als er diesen abließ steckte Deutschland schon längst in einem saftigen ABSCHWUNG] auch den schwierigeren Bedingungen der Weltkonjunktur trotzt.”
FAZ weiter:
“Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Axel Weber, sagte dieser Zeitung, die Bundesbank bleibe bei ihrer Wachstumsprognose von 1,9 Prozent für 2008.
…
Bankanalysten werteten die deutschen Quartalsdaten dagegen als Beweis für die wirtschaftliche Stärke des Landes. “Von Krise keine Spur“, urteilten die Volkswirte der Commerzbank. Sie erhöhten wie die Dresdner Bank ihre Wachstumsprognose für 2008 von 1,8 auf 2,4 Prozent.”
Das alles verzapften die Volkswirte obwohl an anderer Stelle schon seit Monaten gewarnt worden war vor einem Crash. Als die Wirte im Mai 2008 diesen Schmonzes, dieses Dünnbier, verzapften hatte jemand seit Monaten sich die Fingerkuppen wundgeschrieben, warnend vor Rezession und Depression für (nicht nur) Deutschland.
