April 27, 2009...9:56 am

Das soll Elite sein?

Zu den Kommentaren

Zeitenwende.ch:

Tja, die versammelte Elite steckt bis zum Hals in der Verantwortung. Nur bezahlen will sie nicht.

Elite definiert sich nur durch Ethos und nicht durch Einkommen. Elite hat als Handlungsmaxime:

Verlange von anderen nur was du bereit bist selber vorzuleben.

Es ist nicht lange her, da hieß es noch:

Verdienst kommt von ‘Dienen’

Unsere sogenannte Elite meint nur sie sei eine. Sie meint es weil sie viel Geld scheffelt.

Steinbrück hat die Krise tatkräftigst mitverursacht. Eherne Regeln wurden abgeschafft von dem Gesetzgeber. Jetzt wird extrem scheinheilig getan.

Momentan geht es um 816 Milliarden Euro. Das ist mehr als dreimal so viel wie der Bundeshaushalt. Risiken in Höhe von 816 Milliarden Euro bei Banken. Lasst sie pleitegehen! Das Reden von “systemisch” ist einfach Unsinn. Keine einzige Bank als Unternehmung ist systemisch notwendig. Das Funktionieren einer Bank dagegen ist notwendig. Leicht könnte man schlicht und einfach eine Bank gründen und die Zockerbande ihrer Pleite überlassen.

Die Banken sollen gerettet werden, weil sie angeblich »systemische Bedeutung« haben. Sonst würde die Volkswirtschaft zusammenbrechen, heißt es. Doch diese Darstellung ist sogar nach Ansicht etablierter Ökonomen wie Willem Buiter (London School of Economics) und Luigi Zingales (University of Chicago) ein »billiges Schauermärchen«.
QUELLE: http://www.jungewelt.de

Die genannte Zahl von 816 Milliarden sollte geheim bleiben! Sie sollte dem Steuerzahler und Wähler verborgen bleiben!
Schon dreist, was in einem Superwahljahr versucht wird.

Gleichzeitig berichtet die FAZ von einem “Bilanzierungsskandal um die Dresdner Bank”. Es geht um einen Verlust von 3,9 Milliarden Euro, der laut Bilanzexperten nicht auftaucht. Glauben eigentlich noch irgendwelche an die veröffentlichten Bilanzzahlen? Wie sagte Wolfgang Mewes in einem Buchtitel:

Alle Bilanzen sind falsch (Wolfgang Mewes)

Zur selben Zeit wie im Wahljahr die SPD versucht sich als Anwalt des kleinen (armen) Mannes zu gerieren wird nachgedacht mit welchen Tricks Banken die Verlustpapiere abgenommen werden sollen! Mit dem Geld der Steuerzahler! Die Banken – nicht alle – haben sich verzockt. Sie steckten die Gewinne ein solange Gewinne flossen. Jetzt sind Verluste da. Diese Verluste soll die Allgemeinheit tragen: Alle. Jede Steuerzahlerin. Jeder Steuerzahler. Steuern zahlt jeder, man denke an die Mehrwertsteuer.

Weissgarnix.de nimmt den jüngsten Vorschlag auseinander:

Ausweg in 2:18, Enttarnung in 0:15

Die ganzen Vorschläge haben stets eines gemeinsam: Die kolossalen Verluste soll die Allgemeinheit zahlen. Verbrämt wird das mit der Rederei von “systemischen Risiko”.

Wo bleibt dabei das Verursacherprinzip?

Wen vertreten eigentlich unsere etablierten Politiker? Vertreten sie die Partikularinteressen von Banken? Oder haben sie das Volk zu vertreten?

Sehen unsere Verantwortlichen nicht wie sie immaterielle Werte zerstören? Ethos, Charakter, Treue, Moral, Dienst, Anstand, Ehre wo sind sie hin?

Das Wort “Republik” entstammt den lateinischen Begriffen “res publica” (Die Gemeinsame Sache). Man könnte leider vermuten wir erlebten einen neuen Feudalismus, nur dass die Feudalherren nun Banken sind und die Waffe der Erpressung – “Systemisches Risiko” – als Knute benutzen.

5 Kommentare

  • Schön, das es mal nicht um die Schuld geht, denn ohne diese, währe das ganze System nicht am laufen. Dieses ganze Geldsystem basiert darauf, wer kann dem anderen das Geld aus der Tasche ziehen. Wenn man vom Banker spricht, meint man da den Schwiegersohn Ranking No. ONE ? der z.B. bei der Sparkasse, seit Abitur, sein Dasein fristet und zu blöd ist einen Nagel in die Wand zu schlagen? Oder redet man von dem eleganten Newcomer der Szenerie der richtig Millionen oder Milliarden sein eigen nennt und ebenfalls zu blöd ist den Nagel auf den Kopf zu treffen?

    Wurde nicht der Oma das Ersparte geklaut und in Lehman Brother and Sister gesetzt?
    Nein? Natürlich nicht! Oma war ja selber schuld, hätte ja nur ihre Brille aufsetzen müssen. Oma war aber zu Eitel. Kleingedruckt was ist das?

    Schauen wir doch die Landesbanken an, wie sie dümpeln. Oder nicht?

    Natürlich ist der Banker nicht Schuldig oder Neudeutsch unguilty, wenn er Scheiße verkaufen muss, die von oben angeordnet wird. Natürlich nicht, genau so wie der Herr K….. der Lebensversicherungen verkauft. Wo die ersten 30% in seine eigene Tasche fließen.

    Natürlich nicht. Niemals nimmer. Wir alle sind dumm. Das wir den Mist glauben.

    Von Moral braucht man seit Jahrtausenden nicht zu sprechen wenn es um die Kacke Geld, besser gesagt, Zinsen geht. Die Moral hört auch vor einem Altar auf.

    Heute, habe ich mir die ersten drei Seiten von Forbes (Milliardäre) reingezogen, erstaunlich das da noch 42 Seiten offen geblieben sind (da hat ich keine Lust mehr, Plus zu Rechnen). Allein auf den ersten drei Seiten, sind ca. 1.500.000.000.000 USD als Guthaben verzeichnet. Die wollen alle Zinsen haben oder nicht?
    Kalkulatorische Zinsen!!! Habe ich als blöder Betriebswirt mal gelernt. Dieses Wort.

    Wer erwirtschaftet diese Zinsen? Banker? Womit erzielen denn Banker den Gewinn? Durch Gelder ihrer Anleger und Sparer? Selten so gedacht.

    Die großen in der Branche haben das Problem, dass die geschaffenen Geldmengen, im Kreislauf bleiben müssen um Zinsen abzuwerfen. Und hier liegt der Frosch begraben.
    Eine ganz einfache Formel:

    Welt-Geldmenge X Umlaufgeschwindigkeit = Welt-Handelsvolumen X Preisniveau

    Wie die Geldmenge erhöht wird, erwähne ich hier.

    Das Finanzsystem ganz einfach gehalten und der Versuch einer Erklärung:

    Eine Systemrelevante Bank, erhält von einem Systemrelevanten Kunden eine Anzeige, diese sagt aus, dass der Kunde eine +Ein-Jahres- Obligation+ kaufen möchte. Diese ist nicht durch Vermögenswerte gedeckt. Das brauchen die Systemrelevanten nicht.

    Die Systemrelevante Bank, nimmt nun ein blankes Stück Papier im Wert von ca. 2 Cent, und bedruckt dieses. Dieser Vorgang wird auch gern als Ausstellen eines Dokuments bezeichnet.

    Nun steht auf diesem Dokument, sagen wir mal, 10 Millionen US Dollar Nominalwert. Bedenken Sie, dieses Dokument ist nicht abgesichert. Es ist lediglich von einem Bankbeamten signiert und bestätigt, es besteht nur auf der Vertrauens und Kreditwürdigkeit der Bank.

    Dieses Papier hat eine Laufzeit von 366 Tagen, warum? Damit es erst in der nächsten Bilanz auftaucht, und somit +außerbilanziell+ verbucht werden kann.
    Haben Sie schon mal von den +außerbilanziellen+ Verpflichtungen der HRE gehört?

    Jetzt kauft der Systemrelevante Kunde das Papier und gibt der Bank, dafür in Bar 8 Millionen US Dollar, gegen eine Verbindlichkeit von 10 Millionen. Die Bank hat nun die 8 Millionen.
    Unter normale Bankregeln (Hebel), kann diese nun 10 bis 20mal soviel verleihen also Minimum 80 Millionen.

    Durch den Erhalt des Bargeldes, können nun in der Bilanz 80 Millionen ausgewiesen werden, die verliehen werden können, gegen normale Sicherheiten wie z.B. Immobilien. Auf diese Kredite bekommt die Bank Zinsen, z.B. 6% pro Jahr. Das macht bei 80 Millionen, Zinsen in Höhe von, 6,4 Millionen aus.

    Am Ende des Jahres plus ein Tag, werden die 10 Millionen fällig und werden mit dem vorhandenen Bargeld 8 Millionen sowie den 6,4 Millionen Zinsen verrechnet. Zusammen sind das 14,4 Millionen auf der Haben Seite und 10 Millionen auf der Soll Seite. Dieses macht einen Bruttogewinn von 4,4 Millionen aus. Eine Rendite von 44% plus den Wert der Kapitalerhöhung.

    Solche Bankinstrumente sind absolut legal, werden nur von Systemrelevanten Banken ausgestellt, sind international handelbar, übertragbar, sofort verkäuflich und beleihbar.

    Diese Menge muss im Markt platziert werden. Es muss sich irgendwer, irgendwann verschulden können. Ob das nun Länder, Firmen oder Privatpersonen sind, ist egal. Diese Verschuldung bestimmt letzten Endes die Umlaufgeschwindigkeit.
    Im normalen Fall, steht der Geldmenge die Produktion von Produkten (Handelsvolumen) gegenüber. Dieses Verhältnis stimmt nicht mehr.

    Warum ist das wichtig? Nun, man produziert künstlich Geld und hofft, dass der Markt in Zukunft daraus Produkte macht, z.B. Investitionsprogramme. Diese Produktion ist aber physisch limitiert. (Der beste Schuldner ist der Staat, ob Länder Kommunen auch wieder egal. Über die Einkommensteuer oder die Besteuerung im Allgemeinen, holt der Staat sich das Geld schon wieder, um die Zinsen bezahlen zu können.)

    Seit ca. 1986 ist es so, dass man aus Geld, Geld produziert, ohne dass jemals ein Produkt dafür hergestellt worden ist. Das hat mit dem Zinseszins System zu tun.
    Dieses Geld wird meistens als Buchgeld verbucht. Es ist nur als Zahl vorhanden, und liegt nicht im Tresor. Dieses Geld ist handelbar, und wirft auch wieder Zinsen ab.

    Wie im Fall Madoff, der verspricht Renditen, die nie hätten erwirtschaftet werden können, da die Gegenpartei, Produkt, einfach fehlt. Das Banken Desaster hat damit etwas zu tun, das eine parallele Rezession ausgebrochen ist. Die momentan in eine Deflation abgerutscht ist.

    Wie will man denn dem „normalen“ Menschen erklären, dass seine Rente, seine Lebensversicherung etc. bei Aussortierung in Toxische „Wertpapiere“ futsch ist. Das ist sozialer Sprengstoff, da braucht man keine Atombombe mehr. Und jeder hat bei diesem Spiel mitmachen müssen, da man ansonsten nicht mehr Wettbewerbsfähig ist, seitens der Banken.

    Es gibt also zwei Systeme das Geld aus Geld (GaG) und das Geld aus Produkt (GaP).

    Das GaG System ist für Systemrelevante gedacht, und das GaP System für die Allgemeinheit. Die bei immer niedriger werdenden Nettoeinkommen, immer mehr Leistung bringen müssen, um die Zinszahlungen aufrecht zu erhalten.

    Die Betriebe, können diese Zinszahlung nur aufrechterhalten, wenn diese auch einen Gewinn erzielen. Dieses funktioniert nur, wenn genug Schuldner vorhanden sind. Die Konsumenten brechen weg. Die einen können sich nicht mehr Verschulden, und die, die es könnten, machen keine Schulden mehr. Das Gegenteil ist der Fall. Sie sparen.

    Jetzt sind wir bei Angebot und Nachfrage. Das Angebot ist riesig, die Nachfrage nachhaltig abgestürzt. Die Produkte werden günstiger. Aber gleichzeitig steigt die Geldmenge aus dem GaG System in das Unermessliche. Siehe alle Hilfsprogramme für die Banken insbesondere AIG dieses Geld ist nichts anderes, wie ausstehende zu zahlende Zinsen, an wen auch immer.

    Sollte das Geld-Volumen aus dem GaG System, nach einem möglichen Zusammenbruch, in das GaP System fließen, dann wird es eine Hyperinflation ohne gleichen geben.

    Dazu braucht man kein Prophet zu sein, sondern nur in obige Formel Zahlen einsetzen.

  • SG
    [Satire An:]

    Schweinegrippe (SG), jawohl, die Pest des 21. Jahrhunderts. Die Börsen reagieren empfindlich auf diese Meldungen. Es ist anzunehmen, dass mit der SG die Weltwirtschaftskrise (WWK) erklärt werden kann. ES wird schon ein paar schlaue Profs. geben, die das erklären können. Pünktlich tritt diese überall auf. Mechico, USA, Frankreich, Spanien…

    „Der menschliche Verstand ist schon eine tolle Sache. Rein technisch gesehen hat ihn jeder und kann ihn sogar kostenfrei benutzen. Ein Großteil tut es allerdings nicht, aus welchem Grund auch immer. Manche aus Trotz, andere aus Angst, es könnte wehtun, viele aus Faulheit und einige, weil sie die Gebrauchsanleitung nicht finden. Denn auch wenn wir alle theoretisch mit der Gabe der Vernunft beschenkt wurden, so muss man sie sich doch praktisch eher vorstellen wie Möbel von Ikea. Die Fähigkeit zum Denken bekommt der Homo Sapiens bei der Geburt mitgeliefert, quasi als Willkommensgeschenk des Lebens, als göttlicher Gruß aus der Küche. Der Verstand ist das Billy-Regal des Bewusstseins. Nur aufbauen und einräumen muss man es selber. Platz ist genug da, und manche Menschen wissen ihn auch zu nutzen, indem sie die Fächer so voll wie nur möglich packen, mit Büchern, Kunst, Spaß, Ideen, Wissen und Erfahrungen. Andere stellen einfach ein paar rosa Porzellanschweine rein und klatschen in die Hände. Die Verwendungsmöglichkeiten sind mannigfaltig.“

    Quelle: http://www.kalkofe.de/

    Ich weiß nicht, ob er meine Seiten oder Ansichten liest, und die dann anders verarbeitet, aber dem ist nichts…

    Absurdität des Lebens ( geschrieben im Februar 2009)

    Es ist schon höchst ungewöhnlich, wenn man sich den Irrsinn betrachtet, wie das Leben des Homo Sapiens vor sich so hin dümpelt.
    Da gibt es seit tausenden von Jahren drei bis vier Gruppen, die den Ablauf steuern, bzw. durch ständigen Eigennutz beeinflussen. Kein Ameisenhaufen wäre überlebensfähig, wenn der so strukturiert sein würde, wie die „menschliche“ Gesellschaft. Kein Affe könnte Falschparken. Er hat nicht den Wissenschaftler, der das Auto erfindet. Er hat keine Bank, die ihm den Führerschein plus Auto finanziert. Er hat keine Gesetzgeber, die ihm sagen, dass er falsch parkt. Zum Schluss auch keinen ans Kreuz genagelten, der ihn ständig als Sünder die Beichte abnimmt. Kurz um, der Affe ist intelligent, wir nicht.

    Nun nimmt sich der Homo S. besonders wichtig. Besonders der Homo Moneta und der Homo Legislativ, strotzen nur so von Selbstvertrauen und Selbstverarschung. Ein Zünglein an der Waage, ist der Homo Reli. Seit dem, die 10-15 Gebote, in Stein gemeißelt von Charlton Heston, unter schwierigsten Bedingungen, irgendeinen Berg heruntergekullert sind, gibt es Knatsch in der Familie Homo S. Welcher von den Homo Reli nun den richtigen JHWE sein Eigentum nennen kann? und das es doch einen unfehlbaren dazwischen gibt, vielleicht wissen wir das ja in 5-60tausend Jahren nach Peak-Oil.

    Ich warte auf den Tag, wenn die Kirchenglocke, morgens, um sieben nicht mehr nervt, und ein Imam Anstatt dessen, ein Liedchen trillert. Dann, weiß ich, aha eine neue Ära ist stattgefunden. Und es ist an der Zeit, die Koffer zu packen. Hätten wir schon vorher machen sollen.

    Nun, diese drei Gruppen würden gar nicht existent sein, wenn es da nicht noch eine komische Eigenart geben würde, die ich mal als Homo Science bezeichnen möchte. Ohne diese durchgeknallte Art, die ständig die Regeln aus Rom und anderen Gedenkstätten ignoriert, würde der Rest nicht telefonieren, e-mails schreiben, in gepanzerten Limousinen durch die Welt kutschen, sein dritt und viert Natel (Mobil bzw. Handy) nutzen, die Pokemons wären am Aussterben, und keiner könnte Falschparken, Verordnungen nicht produziert werden, und der Pope immer noch auf einer flachen Scheibe wohnen, im grausigsten Fall wären die Chinesen nicht in der Lage, die Kanzler-Barbie zu produzieren.

    Doch diese Spezies ist sich nicht eins. Immer im Kampf mit dem Homo Reli, manch einer endete auf dem Scheiterhaufen, immer im Kampf mit dem Homo Moneta, die meisten Homo Science sind Idealisten im Herzen und sterben arm, und immer im Kampf mit dem Homo Legislativ, denn der versteht nichts, aber auch gar nichts.

    Der Homo Science ist gefährlich, weil er absolut dem Homo Moneta gehorchen muss, da er selbst mit Geld nichts anzufangen weiß, außer es auszugeben. Er entwickelt, wenn man ihn gut behandelt, atomare, biologische, und chemische Kampfstoffe. Viereckige Eier für die EU Verordnung der sechsten Generation, nackte Hühner die man nicht mehr rupfen muss, Nacktscanner, ab und zu kreuzt er mal ein Rindviech mit einem Menschen und nennt das dann, Politiker. Hier und da, erbarmt er sich dazu, einen Virus in die Welt zu setzen, und zum guten Schluss rettet er das Universum, weil er in Cern (Schweiz) den Urknall nachbilden kann. Und dadurch, wir Alle von vorne anfangen können.

    [Satire Aus:]

  • Also alleine schon wegen den vielen “Homo irgendwas” ein paar Worte von mir…

    “Elite” ist ein Begriff, wie er schwieriger kaum sein könnte. Elite sind meistens diejenigen, die als solche bezeichnet werden. Oder die sich selbst als solche bezeichnen. Wie alle Begriffe: reine Verhandlungssache.

    Was für eine Elite, das wäre dann schon eine andere Frage. Wessen Elite? Elite worin und wodurch?

    Auch die Werte sind nur für alte Griechen etwas absolutes. Kritisch denkend stellt man fest, dass moralisch stets das gewesen ist, was “die Leute” für moralisch hielten. Einige Völker würden es wohl für eine Unverschämtheit gehalten haben, hätte man bestimmte Teile eines verstorbenen Ahnen nicht verspeist – die guten Lebensgeister!

    Soziologisch gefragt: Was versteht man z.B. unter Treue? Treue wem gegenüber? Was genau soll Ehre sein? Wird man damit geboren, oder bekommt man das, wenn man ein bestimmtes Verhalten an den Tag legt?

    Fragen über Fragen. Die aufgeregte Haltung der Stammtische (Nichts gegen die Satire, ich liebe Satire…) hat noch selten genug etwas bewegt.

    Am klarsten sieht man oft, wenn man es nüchtern sieht, und sich die Urteile für den Schluss aufhebt.

    Soziologischer Gruß, fröhliches Bloggen!

    Stefan

    • Hallo Stefan!

      Sie haben recht. Die hier verwendeten Begriffe sind enorm problembeladen. Insbesondere “Ehre”. Der Verbrecher Hitler tricherte der Verbrecherorganisarion SS ein “Ehre heisst Treue”. Ich kann und will nur für mich sprechen.

      “Neminem laedere” (Niemanden verletzen)

      heisse die Devise. Niemandem Schmerz zufügen. Egal ob Mensch oder Tier. Egal ob Riesenreicher oder Sozialhilfeempfänger. Egal ob grün, schwarz, gelb oder welche Farbe auch immer. Den Begriff “Gerechtigkeit” habe ich, glaube ich, nicht geschrieben. Es sind hochkomplizierte Worte. Es sind Generalisierungen. Mit ihnen wurde viel Schindluder getrieben. Mein gegenwärtiger Vorschlag – auch Vorschläge sind Schläge und was ich heute denke kann und wird sich hoffentlich ändern -

      “Mute anderen nur das zu was du selber zu erdulden bereit bist, vorzuleben bereit bist”-

      Beispiel: ich moserte über den damaligen Minister Glos. Heute rechne ich Herrn Glos enorm hoch an, dass er zurücktrat. Er hat, meine ich, Ehre, Anstand bewiesen.
      Wir müssen alle leiden, das halte ich für sicher. Warum aber sollen ausgerechnet die Allerärmsten überproportional viel leiden? Warum soll ein Mensch, der 40 Jahre treu und anständig seine Bandarbeit machte im Nu auf Hartz 4 sein und Ruinierer der Volkswirtschaft greifen monatlich zehntausende Euronen ab? Bin ich zu töricht das zu begreifen? Ich halte es für ungerecht und bin für jede Aufklärung dankbar, habe wahrhaftig nicht die “Weisheit gefressen”. Bin enttäuscht, betrübt und fast am Verzweifeln.
      Schnell noch zur “Elite”. Elite heisst für mich “Leistungselite.” Elite ist wer auf dem versinkenden Schiff der Tradition folgt: “Frauen und Kinder zuerst.” Elite ist der Kapitän der bei dem selbstverschuldeten Schiffsuntergang als Allerletzter das Schiff verlässt.
      Heute haben wir Pseudokapitäne, die zuallererst sich selber und ihr Geld in Sicherheit bringen – Pfui Deibel! Elite ist für mich der böse Bube – es gibt einen Kultfilm darüber – der Killer mit den Worten abknallt ” No women and no children, these are the rules”, die hatten nämlich sich vergangen durch Töten von Frauen und Kindern, gegen die Regeln verstoßen.
      Bei uns wurden Regeln geändert, so daß ein formaler Verstoß nicht mehr vorliegen konnte. Das Handeln gemäß dieser neuen Regeln brachte unsagbare Verluste und schwuppdiwupp werden Regeln schon wieder geändert, ganz wie es den Herrschaften in den Kram passt. Beispielsweise wird die Fundamentalregel der Marktwirtschaft geändert. Sie lautet:

      Nur der ist berechtigt Gewinne in die eigene Tasche zu stecken, der bereit ist im Verlustfall aus der eigenen Tasche die Verluste zu zahlen.

      Diese Regel kann man nachstudieren bei Ludwig von Mises. Nun aber, nachdem Milliarden in den Taschen reicher Zocker verschwanden, werden Hunderte Milliarden an Verlusten der Allgemeinheit aufgeladen. Das ist Sozialismus für die Reichen.
      Gewinne werden privatisiert und Verluste werden sozialisiert.

      Es ist ähnlich wie im Feudalismus: Der Bauer durfte bei Todesstrafe das Wild nicht jagen, das ihm die Felder zerstörte aber die Feudalclique durfte das Wild jagen und währenddessen entschädigungslos seine Felder zertrampeln, niederreiten, ihm seinen Broterwerb erschweren.

      Genau die Leute – nicht nur im Bundesfinanzministerium und nicht nur bei der SPD – die die Regeln änderten und Zockertum öffentlich lobten machen sich heute anheischig uns zu retten durch Ändern der Gesetze, die sie zuvor selber geschleift haben.
      Elite ist der, dessen Worte kongruent sind mit seinen Taten, dessen Worte harmonieren mit seinen Taten. Elite ist keinesfalls die Mischpoke, die Geld einsackt solange es Geld zum Einsacken gibt und dann winselt wenn es Verluste gibt und die Chuzpe besitzt diese Verluste die Allgemeinheit tragen zu lassen. Elite ist mitnichten das Kroppzeug, was sich heutzutage als Elite ausgibt: Es sind Versager, Luschen, Dumme, Unterschicht. Genau das zeichnet die Ochlokratie ja aus: Die Alleruntersten geben einen auf Elite.
      Elite ist für mich beispielsweise der Ausbilder “Sahara-Müller”. Er war ehrlich und hart und direkt und schweisstreibend, sein nom de guerre war “Schinder”, er machte vor und mit was er verlangte.
      Den Begriff “Elite” ist schon beschrieben in allen Weltreligionen. Grobes Beispiel:

      “Trete nicht jemanden, der am Boden liegt.”

      Aber genau das tut unsere “Elite”.
      HR

  • es tut mir leid,

    “Am klarsten sieht man oft, wenn man es nüchtern sieht, und sich die Urteile für den Schluss aufhebt.”

    das ist eine…

    ich habs ja immer schon, immer besser gewusst, [editiert, bitte Nettiquette achten. HR]


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