April 21, 2009...5:34 am

Weltzeitalter

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WELTZEITALTER

Abendland

Im abendländischen Altertum finden wir die Überlieferung eines goldenen, silbernen, ehernen und eisernen Zeitalters.

Indien

Die gleichen Abschnitte umfasst nach indischer Lehre ein Manvantara. Ein Manvantara beinhaltet stufenweise Verdunkelung der urtümlichen Geistigkeit. Gegenwärtig befänden wir uns im vierten, dem Kali – Yuga oder “düsteren Zeitalter” und zwar schon seit mehr als sechstausend Jahren. Unsere offizielle Geschichte wäre also Teil des Kali – Yuga. Auch das Kali – Yuga ist in Abschnitte gegliedert. Hier wiederum seien wir am nächtigsten Teil der Verdüsterung angelangt.

Präzession

Bei den Pythagoräern, bei Platon und bei den Stoikern finden wir die Vorstellung des großen Jahres. Es ist identisch mit der Dauer eines Umlaufs der Erdachse um einen gedachten Mittelpunkt. Die Rotation vollzieht sich in 25 868 Jahren einmal. Sie führt zur Präzession, also der ständigen Verschiebung des Frühlingspunktes unter den Fixsternen.
Wegen dieser Präzession deckt sich der im Frühling erreichte Widderpunkt nicht mit dem gleichnamigen Sternzeichen. Tierkreiszeichen sind völlig unabhängig von Sternbildern. Tierkreiszeichen bezeichnen die Aura der Erde. Was wir als Tierkreiszeichen Widder bezeichnen, nannten die alten Babylonier “Tagelöhner”. Dieser Ausdruck traf das Wesen des “Widder” gut. Dem Prinzip “Widder” eignet paradigmatisch unter anderem impulsiver Krafteinsatz von kurzer Dauer.

Das assyrische Große Jahr

Über die alten Griechen blieben uns die assyrischen astrologischen Aufzeichnungen erhalten. Hier haben wir den bislang ersten Hinweis auf ein “Großes Jahr”.
Etwa 900 v. Chr. übernahmen die Assyrer in Mesopotamien, dem heutigen Irak, eine 2000 Jahre alte Zivilisation. Diese Zivilisation hatte 2000 v. Chr. ein der europäischen Renaissance vergleichbares mathematisches System entwickelt. Auf ihr entfaltete sich die assyrische Astrologie und Astronomie. Hinweise gibt es, es könne sich um Reste eines Wissenssystems handeln, das 3000 v.Chr. in den Zivilisationen von Indien, England und Mesopotamien bekannt war.

Die Assyrer hielten die Zeit für ein Göttergeschenk.
Ihr Zahlensystem basierte auf der 6. Das babylonische Sechsersystem hat sich bis zum heutigen Tag in unserem Tag ( 24 = 6 x 4 ) und unseren Stunden, Minuten, Sekunden erhalten.

Sie glaubten, das Universum sei ein atmendes Wesen, von dem wir ein Teil sind. Sie gingen von einem menschlichen Atemzug mit etwa vier Sekunden aus.
Ein Jahr hatte 360 Tage. Grundeinheit “Soss” waren 60 Jahre. ( Im vergangenen 20. Jahrhundert gebrauchten in Deutschland manche älteren Menschen noch das Wort “Schock” und meinten damit das alte deutsche Zählmaß von 60 Stück.) 600 Jahre war ein Ner. 60 hoch 2 = 3600 Jagre hieß ein Sar. Ein großes Sar mit 60 hoch 3 = 216 000 Jahren entsprach einem Atemzug des Universums, aber das Universum mußte ein- und ausatmen, also 2 x 216 000 Jahre = 432 000 Jahre. Darüber hinaus gab es auch die Zahl 60 hoch 4.
Die Quersumme aller dieser Zahlen ergibt immer 9. Die Neun, nebenbei gesagt, ist das Zahlensymbol für Vergeistigung, sie ist die umgedrehte 6, die ihrerseits Symbol für Materie, Krankheit, Sklaverei, Arbeitsfron ist, natürlich gilt dies auch für das 6. Haus in der Astrologie. Die gleiche Umdrehung der Symbole finden wir analog bei dem astrologischen Symbol für Jupiter und Saturn: Saturn ist der umgedrehte Jupiter in der Symbolik.

Auf die Assyrer geht unsere Methode zurück einen Kreis in 360 Grad zu unterteilen.

Das platonische Große Jahr

Plato (428 – 348 v. Chr.) gab den Europäern die Idee vom Großen Jahr im Leben des Universums. Er bezog sich auf die Arbeiten von Pythagoras ( 6. Jhdt. v. Chr.) und von Empedokles ( etwa 495 – 530 v. Chr. und ja, es war der mit dem Kratersprung. [Er sprang freiwillig in den Ätna. Der Vulkan Ätna spuckte nur noch seine linke silberne Sandale aus.]).
Plato fasste beider Elemente zu einer Theorie der himmlischen Harmonie zusammen. In der Tradition der Orphik und der Pythagoräer wurzelnd wollte er zeigen, dass alles Leben miteinander verbunden sei als Teil eines selbst lebendigen Universums, das in einem vollkommenen Rhythmus ein- und ausatme.

Ein Leben Brahmas = 1,5552 Petajahr

Es scheint, die Inder hätten 3000 v. Chr. an Entdeckung des Sexagesimalsystems mitgewirkt.
Sie nennen ein Maha Yuga von 4 320 000 Erdenjahren, das unterteilt wird im Verhältnis 4:3:2:1.
Womit also der kleinste Zyklus, Kaliyuga genannt, 432 000 Jahre umfasst. Oder 432 Kilojahre.

1000 Maha Yugas sind ein Kalpa oder ein Tag Brahmas, 360 Kalpas sind ein Jahr Brahmas und tausend dieser Jahre sind ein Leben Brahmas: 1.555.200.000.000.000 Jahre. Also sind 1.555.200 Gigajahre, bzw. 1.555,2 Terajahre gleich einem Leben Brahmas.
1,5552 Petajahr = Ein Leben Brahmas.

Das System der indischen astrologischen Zeitalter geht davon aus, dass sich menschlicher Geist in Konkordanz mit den himmlischen Zyklen entfaltet.

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