Sie finden in diesem Beitrag ein Bild der Federal Reserve of St. Louis, das das explosionsartige Aufblasen der Geldmenge der USA zeigt, genauer gesagt: Das Aufblasen der Dollarmenge.
Nicht 1929, nicht im zweiten Weltkrieg, nicht im Vietnamkrieg wurde so etwas fertiggebracht. Dazu musste erst Nixon das „Goldfenster schließen“: Nixon stoppte das Umtauschverhältnis von 35 Dollar für eine Unze Gold.
Sie haben richtig gelesen: Für 35 Dollar bekam man eine Unze Gold.
Der französische Präsident General Charles de Gaulle hatte jede Menge bedrucktes Papier alias Dollars in die Staaten geschafft und die USA beim Wort genommen und Gold verlangt. Deswegen schuf Nixon diese Möglichkeit ab.
Allerdings schuf er damit auch das Korrelat ab, das verhindert hatte, dass der Dollar extrem aufgeblasen wird, das verhinderte, dass einfach die Notenpresse angeworfen wurde.
General de Gaulle wurde beraten von einem Könner, von dem man heute leider kaum noch hört: Jacques Rueff. Jacques Rueff war erklärter Gegner von Keynes. Heute folgen Regierungen weltweit den Lehren von Keynes obwohl Keynes selber an seinem Lebensende von ihnen abrückte und obwohl er selber lange vorher schon zugegeben hatte, dass sein System der „Rettung“ die kommenden Generationen ungeheuerlich schon vor ihrer Geburt mit Schulden belädt.
Seit 2008 ist die Dollarmenge explodiert.
Ich habe wiederholt geschrieben in diesem Blog dass schon seit Greenspans Zeiten die Geldmenge M3 der USA nicht mehr publiziert wird von öffentlichen Stellen. Man findet sie aber auf der Site des Ökonomen Walter J. „John“ Williams: http://www.shadowstats.com/
Wieso es angesichts dieser Zahlen überhaupt noch Menschen gibt, die US-Staatsanleihen erwerben, könnte man sich fragen. Immer in der Geschichte haben Staaten, wenn sie die Möglichkeit dazu hatten, das Geld also nicht gebunden war an Gold, sich ihrer Schulden durch Gelddrucken entledigt. Immer war dann der Anleger der Gekniffene. Warum gegenwärtig noch Menschen US Staatsanleihen kaufen liegt daran, dass geglaubt wird die USA seien relativ sicher, die USA seien bezüglich ihrer Währung „der Leprakranke, der noch die meisten Finger hat“ um ein anschauliches Wort von Max Keiser aufzugreifen.
Interessant wäre auch zu fragen: „Warum ist denn die Börse weltweit nicht explodiert mit den Kursen angesichts dieser exorbitanten Vermehrung von Geld?“
Geldmenge vom 1.1.1918 bis 6.3.2009 (Bild anklicken stellt vollständig dar und vergrössert):
Was meinen Sie, was geschieht, wenn das aus dem Nichts zusätzlich geschaffene Geld in Umlauf kommt? Und seine Umlaufgeschwindigkeit erhöht?
Das Wort „Subprime“ (minderwertig) ist in aller Munde, jedenfalls in den Mündern der Interessierten. Minderwertig sind die Ramschhypotheken, die Auslöser waren, weil Kreti und Pleti Kredit gewährt wurde. „Kredit“ kommt von „Glauben“. Kein Mensch glaubte daran, dass die Kreditnehmer ihre Hypos zurückzahlen könnten aus ihrem Einkommen. Entstanden war die Manie des Geldpumpens an Illiquide durch das hemmungslose Verbilligen des Geldes durch Greenspan, der es schaffte sich rechtzeitig, vor dem Offenbarwerden des Ponzischemas, vom Acker zu machen. Er hatte Zinsen gesenkt, hemmungslos. Sparen rentierte sich immer weniger. Er hatte Geld vermehrt. Die Geldvermehrung schuf das Problem. Das durch Geldvermehrung geschaffene Problem mit weiterer und noch hemmungsloserer Geldvermehrung zu „bekämpfen“ ist so als lösche man Feuer indem man Dynamitpäckchen in den Brand wirft.
Glenn Beck beschreibt was geschah und geschehen wird:
Staaten entledigen sich ihrer Schulden durch die Notenpresse sofern sie dazu die Möglichkeit haben. Die Möglichkeit dazu haben sie wenn das „Geld“ = bedrucktes Papier oder, heute, huschende Elektronen in Computern nicht gekoppelt ist an Werthaltiges, in aller Regel Gold.
Musterbeispiele sind John Laws „Geld“, die „Assignaten“ der Französischen Revolution, Deutschland 1914-1923, Osteuropa nach 1945.
Mit der Zeit wurden durch die Regierung immer mehr Assignaten in Umlauf gebracht
Es gab keine Kontrolle über die Vermehrung des Papiers. Es kam zur Hyperinflation und zu Hungerunruhen.
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Das Erleben des Wertverfalls der Assignaten führte bei den Franzosen über Generationen im kollektiven Gedächtnis, bis zum heutigen Tage, zu einem gesunden Mißtrauen gegen bedrucktes Papier alias Geld. Wer es sich irgend leisten konnte wusste seine Vorkehrungen in aller Diskretion zu treffen. In literarischer Form finden wir dies beschrieben etwa bei Marcel Pagnol in „Die Wasser der Hügel“.
Vielleicht interessiert es, dass die Zentralbank der Zentralbanken (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) darauf basiert:
Ihr genehmigtes Grundkapital beträgt 1,5 Mrd. Goldfranken. Das Kapital ist aufgeteilt in 600.000 Aktien zu 2500 Goldfranken. Ein Goldfranken entspricht etwas mehr als 0,29 g Feingold,
QUELLE: de.wikipedia.org

1 Kommentar
März 11, 2009 um 11:30
Hyperbeln und der alltägliche Wahnsinn des Geldes
Quelle Sprache: http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbel_(Sprache)
In der Literatur bezeichnet man mit einer Hyperbel (v. griech.: ὑπερβολή hüperbolee „die Übertreffung, Übertreibung“, v. altgriechisch bállein „werfen“, hyper-ballein „über das Ziel hinaus werfen“) einen Tropus. Bei einer Hyperbel wird über das Glaubwürdige hinaus übertrieben
Quelle Mathematik: http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbel_(Mathematik)
In der ebenen Geometrie versteht man unter einer Hyperbel (griechisch ὑπερβολή, hyperbolé – die Übertreffung, Übertreibung, von altgriechisch hyperbállein – übertreffen) eine spezielle Kurve, die aus zwei zueinander symmetrischen, sich ins Unendliche erstreckenden Ästen besteht. Die Hyperbel gehört wie die Parabel und die Ellipse zu den Kegelschnitten.
Auszug Ende:
Spinnt der jetzt? Natürlich spinnt er!
Das Zinseszins System mit Zahlen gefüllt und idealer Weise 6% Ausgangszins, stellt eine Hyperbel dar. Sich ins unendliche (Menge) erstreckende. Oder erschreckende? Immer wenn die Hyperbel sich in Richtung Y-Achse aufmacht und senkrecht hochsteigen will, dann gab und gibt es Krieg mit Waffen.
1913 US Verschuldung 13,6 Mrd. eingesammelte Zinsen seit 1880 12,5 Mrd.
1929 US Verschuldung 34,7 Mrd. eingesammelte Zinsen seit 1880 34,8 Mrd.
1942 US Verschuldung 74,1 Mrd. eingesammelte Zinsen seit 1880 76,6 Mrd.
erste große Regulierung
1943 Verschuldung 136,0 Mrd. eingesammelt seit 1880 Zinsen 84,7 Mrd.
1944 Verschuldung 201,0 Mrd. eingesammelt seit 1880 Zinsen 96,8 Mrd.
1945 Verschuldung 259,0 Mrd. eingesammelt seit 1880 Zinsen 112,8 Mrd.
Durch mehrere weitere Kriege danach, wurde ein wenig die Zinskurve und Geldmenge geändert. Durch den WK II, hat man aber das Verhältnis, Verschuldung zu Zinsen, wieder in das richtige Verhältnis gebracht.
Nächster Zeitpunkt dafür wäre gewesen:
1986 Verschuldung 2.823 Mrd. Zinsen 2.831 Mrd.
Irgendeinen Krieg anzuzetteln war wohl nicht möglich. Oder doch? Krieg muss ja nicht immer mit Waffen geführt werden. Just in diesem Jahr kommt der Alan Greenspan zur FED und erfindet die aberwitzigsten Geldinstrumente, die keiner versteht, jeder handelt.
Ab dem Punkt lief das, Geld aus Geld System. Die künstliche erschaffene Geldmenge wanderte zunächst in die Börsen. Und somit gleichzeitig der Druck auf die Unternehmen, Profit ohne Ende zu gewähren. Mensch, Maschine, Material, sind endlich. Das Jahr hat, und da ändert auch so schnell keiner etwas daran, 8.760 Stunden.
Und je mehr, wir dem senkrechten Flug des Zinseszinssystem in das Orbit uns annähern, desto mehr entwickelt sich die Hyperbel Sprache.
Megarelevant, Gigarelevant, Systemrelevant, Exorbitant, Hyperinflation, …
Fazit:
Je größer die Geldmenge, desto weniger im Portemonnaie