September 17, 2008...10:47 am

“KfW überweist Lehman zum Konkurs 300 Millionen” Update: “ES GESCHAH OFFENBAR IN VOLLER ABSICHT” Es waren 350 Millionen! Update 2 22.9.

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Die Bank KFW, die in staatlicher Hand ist, versagte schon als Hauptaktionär der IKB, was den Steuerzahler rund 10 Milliarden Euro kostete.

Vergangenen Montag leistete sie sich erneut einen Geniestreich: Jeder wusste, daß Lehman vor der Pleite steht, insolvent ist. Dennoch schickte die KfW schnell mal eben 300 Millionen Euro rüber.

Die FAZ berichtet:

“Noch am Montag, als die bevorstehende Insolvenz erwartet worden war, hatte die KfW 300 Millionen Euro an Lehman überwiesen. Es habe „eine fehlerhaft ausgelöste Swap-Zahlung am Montag“ gegeben, „deren Umstände durch die Innenrevision geprüft werden“, sagte ein KfW-Sprecher dieser Zeitung.”

Die KfW sagt von ihrem Verwaltungsrat:

Der Verwaltungsrat überwacht die Geschäftsführung und Vermögensverwaltung, genehmigt die größeren Kreditobligos und den Jahresabschluss.” [...]

Im Verwaltungsrat der KfW sind sehr bekannte Politiker (Quelle). Die Mitglieder der Bundesregierung habe ich mit fünf Sternen versehen, das haben sie sich verdient, die Könner.

Vorsitzender des Verwaltungsrats:

Stellvertretender Vorsitzender:

Weitere Mitglieder:

Stand: August 2008

Man vergleiche das Einkommen und das segensreiche Walten eben genannter Herrschaften – Verwaltungsratsposten sind, um es milde zu sagen, gut bezahlt – mit der Ansicht von Friedrich Merz, CDU:

Friedrich Merz hält 132 Euro Hartz IV für genug

Update 21.09.2008
FAZ:

350 Millionen für Lehman

KfW überwies nach langen Beratungen”

Von Holger Appel

21. September 2008 Die am vergangenen Montag von der staatseigenen Förderbank KfW ausgeführte Überweisung an die insolvente amerikanische Investmentbank Lehman Brothers ist entgegen den bisherigen Beteuerungen offenbar in voller Absicht ausgeführt worden. Das jedenfalls legen nach Informationen der F.A.Z. erste interne Auswertungen des Vorfalls nahe, die Basis für die Entscheidungen des Verwaltungsrates am Donnerstagabend waren.

Quelle.

THE TIME IS RIGHT FOR FIGHTING IN THE STREET

Get up stand up for YOUR right!

http://www.youtube.com/watch?v=5zTxUxFjLB0
Update 2 am 22.9.08
In einem Interview mit dem Handelsblatt versucht der Boss der KfW sich herauszureden. Er sei erst elf Tage im Amt gewesen. Er habe – ACHTUNG, jetzt kommt es! – am Montag um 09.00 angerufen um sich zu erkundigen. Das war genau um 23 Minuten zu spät. Hätte er eine halbe Stunde früher angerufen so wäre nichts passiert. Er gibt im Interview implizit selber zu Lunte gerochen zu haben. Aber er handelte nicht rechtzeitig. Wofür kassiert dieser Mann 800.000 Euro Jahresgehalt? Dieses Jahresgehalt hatte er hinaufgetrieben von ursprünglich angesetzten rund 400.000 Euro. Dieser Mann muss entlassen werden. Ohne Pensionsanspruch.

4 Kommentare

  • [...] Büro angekommen, genehmigen sie laut taz eine Überweisung. 300 000 000 Millionen Euro, an die Lehmann Brothers. Die Summe nicht unüblich im Bankgeschäft. So viel Geld an einen Pleitier zu senden schon. Erst [...]

  • hammer – danke für die Auflistung. Ich hätte gar nicht gedacht, dass diesen Mist unsere lieben Politiker so aktiv mitverantworten müssen – heute tun sie alle so, als sei die KfW völlig alleine verantwortlich und sie selbst sind müssen jetzt die Rüffel austeilen. Die sollten sich mal an die eigene Nase fassen und sich fragen, was sie selbst denn bitte getan haben die letzten Wochen, wenn das so weit führen konnte. Für was haben wir einen Verwaltungsrat & Co zur Aufsicht?

  • Hallo stega,

    Die Süddeutsche schrieb am 30.11.2007:

    “Doch wer sind Glos und Steinbrück, dass sie sich über solche Missstände empören? Als Politiker kontrollieren sie jene Bankmanager, die sie jetzt mit Inbrunst kritisieren. Steinbrück und Glos sitzen dem Verwaltungsrat der KfW vor, die als Großaktionärin die Krisenbank IKB dominiert. Über seinen engsten Mitarbeiter Jörg Asmussen ist der Finanzminister sogar im Aufsichtsrat der IKB präsent. Selten haben Politiker dreister von ihrer Mitverantwortung abgelenkt.”

    Quelle:
    http://www.sueddeutsche.de/finanzen/meinung/232/145897/

    Dieselbe Nummer versuchen sie momentan wieder zu bringen. Sie scheinen von ihrem Geisteszustand zu schließen auf den des Volkes.

    Grüße!
    H.

  • Immer das selbe Spiel…Ich hätte da ein paar Vorschläge…


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