Juli 28, 2008...11:37

Gutsituierte Bürger In Frankreich haben extreme Schwierigkeiten Hypotheken zu bekommen

Zu den Kommentaren

Auf “Le Monde” lesen wir haarsträubende Erfahrungsberichte von Franzosen, die wohlsituiert sind, lange Geschäftsverbindung mit der Bank haben und kein Hypothekendarlehen bekommen.

  • Banken antworten 6 Wochen lang einfach nicht
  • Banken wollen hochnotpeinliche Fragen auf Formular beantwortet haben “Welche Operationen hatten Sie in Ihrem Leben?”
  • Banken wollen von Paaren wissen wielange sie zusammenbleiben, wie fest ihre Verbindung ist.

All das, verbunden mit den Tatsachen, daß Banken untereinander kaum noch Geld verleihen und daß die internationale Bankenvereinigung IIF nachträglich die Regeln der Bilanzierung ändern wollen (Stichwort “Ramschpapiere”), lässt in mir sich den Schluß aufdrängen: die Banken in Frankreich (nur in Frankreich?) haben selbst kaum noch Geld, das sie verleihen könnten.

Das gepaart mit den Tatsachen,

  • daß 100 weitere amerikanische Banken auf der Watchlist stehen, also zugegebenermaßen Pleitekandidaten sind,
  • daß die Einlagensicherung für Beträge von mehr als 100.000 $ in den USA nur 50 % beträgt (die man erst nach mehr als 3 Monaten bekommt) und
  • daß die Reserve der FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) nur rund 55 Milliarden US-Dollar beträgt

läßt schon  – ganz ohne Astrologie – sämtliche roten Lichter aufblitzen und Alarmsirenen aufgellen:

Wäre ich in den USA oder in Frankreich so gäbe es für mich angesichts dieser Nachrichten – ganz ohne Astrologie – nur eines: das Geld retten von der Bank solange es noch keinen Run gibt.

Wie es in Deutschland ist? Das möge jeder für sich selber beurteilen. Ich sage nur: “Die Bilanzierungsregeln sollen geändert werden.”

Pactio Olisipiensis Censenda Est!

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