Iren stimmten ab für uns und werden beschimpft

Die Iren handelten für die Europäer, denen das fundamentalste Recht der Demokratie – wählen zu dürfen – bei dem Vertrag von Lissabon Reformvertrag von der Ochlokratie EUkratur nicht gewährt wurde.

Wir haben Grund den irischen Wählern dankbar zu sein.

Und nun wird zu einem weiteren Trick gegriffen. Natürlich einer aus der rhetorischen Trickkiste.

Er funktioniert so – beispielhaft brachte Cohn-Bendit diese Nummer und beispielhaft bringt sie ein bunt bebildertes Wochenblättchen aus Hamburg, das ich schon lange nicht mehr ernst nehme, auf der Titelseite seiner Online-Ausgabe:

Schurkenstaat im Schockzustand

heßt es dort als Titel. Ich habe es mir angetan den Text dort zu lesen um zu finden ob es vielleicht Ironie ist. Ist es nicht. Selbst wenn es Ironie wäre, so läge die Manipulation in der Titelgebung. Da bleibt nämlich beim Leser etwas hängen. Und ein Staat, der “Schurkenstaat” genannt wird, reitet bekanntlich auf der Schneide einer Rasierklinge. Dieser Titel ist ein weiteres Beispiel aus der Abteilung Agitation, Desinformation und Propaganda der MSM (Massenmedien).

Cohn-Bendit faselte die Iren seien undankbar. Man habe sie jahrelang mit Milliarden gepäppelt und nun verweigerten sie das “Ja”. Er evoziert also das Bild  als ob jemand die Hand beisst, die ihn füttert. Er schwärzt damit unterschwellig die Iren moralisch an. Er versucht damit den Wert der irischen Stimmabgabe zu relativieren. Nach dem Motto. “Wer moralisch verkommen ist, der hat nichts zu sagen.”

Ich bin absolut dafür: “Wer moralisch verkommen ist, der hat in öffentlichen Angelegenheiten nichts zu sagen”. Ein wunderschönes Prinzip wäre das.
Aber, leider, wenn ich mich umsehe, so ist das Gegenteil der Fall, ich nenne nur die überbordend vielen Beispiele aus jüngster Zeit, wo Gewinne in die eigene Tasche geschaufelt wurden und die Verluste dagegen sozialisiert, der Allgemeinheit aufgehalst wurden, soviel zur moralischen Verkommenheit.
Das damit gleichzeitig gegen das Fundamentalprinzip einer freien Wirtschaftsordnung verstossen wird, das lautet:

Wer den Gewinn einsteckt, der muss auch das Risiko tragen

erwähne ich nur am Rande.

Die Iren bekamen kein Geld von Cohn-Bendit. Sie bekamen es von der EU. Pro Kopf gerechnet erhielt Cohn-Bendit mehr Geld von der EU als jeder einzelne Ire.

“Von der EU” schrieb ich eben. Genau besehen, kam das Geld aus den wenigen Ländern, die Nettozahler waren, also vorzugsweise Deutschland.

Jetzt rettet das irische Volk den stimmlos gemachten deutschen (und alle anderen europäischen) Wähler. Diese Rettung ist eine gute Tat. Die Rettung ist moralisch hochstehend.

Im Gegenteil:
Wenn Cohn-Bendit ernst meint was er absondert, dann ist es betrüblich bestellt um ihn. Er sagt ja sinngemäß:
Mit Geld könne man ALLES kaufen. Das kann man aber nicht. Man kann viele korrumpieren. Viele sind moralisch verkommen. Viele wissen garnichtmehr was Werte sind. Cohn-Bendit sagt: Geld gegen Freiheit. Er stellt es so dar, als glaube er Freiheit, Gerechtigkeit, Demokratie, Stimmabgabe, Wahlrecht seien käuflich. Er wirft den Iren, die in einer freien Abstimmung für freie Abstimmungen gestimmt haben, vor, daß sie sich nicht haben kaufen lassen.

Sind Freiheit, Demokratie, Werte, Gerechtigkeit, EHRE käuflich?

In weiten Kreisen der “Elite” ist einiges geboten. Das ändert NICHTS an der Tatsache, was nach schon in der Antike dargestellter Staatslehre das sichere Kennzeichen einer Ochlokratie ist. Viele Gesichter sind entsprechend.

Zudem hat die Tatsache, daß die schöne grüne Insel viel Geld bekam von den Nettozahlerländern (Deutschland) überhaupt nichts damit zu tun wie die Iren bei einer frei sein sollenden Abstimmung sich entscheiden.

Des weiteren:

Auch die Sau, die gemästet wurde wehrt sich wenn sie geschlachtet werden soll.

Was Cohn-Bendit suggeriert wäre so als verlange der Arbeitgeber (Brötchengeber) vom Beschäftigten bei einer demokratischen Wahl so zu stimmen wie es der Arbeitgeber sage. Dabei ist es in Wirklichkeit gerade so: Wer sich dem ausgeübten Druck nicht beugt, gerade der handelt ethisch, moralisch, sittlich hochstehend.

Achtung! Wichtiger Hinweis!

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