Juni 17, 2008...5:51 pm

Die Tricks und Finten der EUrokratur: Unvollständiger Überblick Aktueller Stand: 28 Tricks NEU: Der “Mehrwertsteuer-Trick”

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Ohne Anspruch auf Vollständigkeit: 28 Tricks der EUrokraten.
(Wird laufend erweitert.)

No. 1: Die Verfassung wurde in das Gewand eines Vertrages gehüllt. So versuchte man die Pflicht zum Referendum (Volksabstimmung) zu umgehen.

No. 2: Die Verfassung im Kleid eines Vertrages wurde durch ausufernde Verweisungen schwer lesbar gemacht. Man musste immer hin- und herschlagen um herauszufinden welche Textpassage sich worauf bezieht.
Der Innenminister und frühere Premierminister Italiens, Giuliano Amato, sagte am 12.7.2007 in London in öffentlicher Rede:

“They [EU leaders] decided that the document should be unreadable.”
“Sie beschlossen, daß das Dokument unlesbar sein soll.”

No. 3: Der Vertrag, die Hülle, in der sich die Verfassung befindet, hatte sehr viel mehr Wörter als die Verfassung. Daher wurde die Schriftgröße und damit der Zeilenabstand verkleinert. So erhielt man weniger Seiten. Obwohl viel mehr Text enthalten war. Jetzt  konnte man sagen der Vertrag sei kürzer, was ein Vorteil sei. Gemessen an der Seitenzahl war er kürzer.  Aber in Wahrheit war es mehr Text. Die Buchstaben waren kleiner. Es wurden 8.500 mehr Wörter bei 62 Seiten weniger.

No. 4: Die völlig verschiedenen Begriffe “Europa” und “EU” werden so verwendet als seien sie deckungsgleich.
Dieser Kniff No. 4 erfreut sich starker Beliebtheit bei der Eurokratur.

No. 5: Das einzige Land, in dem das Volk gefragt wurde, wird ausgespielt gegen 26 Länder in denen das Volk nicht befragt wird. Dieser Trick läuft unter dem Namen “Demokratie”. Es könne nicht sein, daß einige wenige über 480 Millionen bestimmen dürfen.

No 6: Es wird publiziert: “Das gescheiterte Referendum”. Tatsächlich zeigt die Tatsache, dass es stattfand in einem Land: es war ein Erfolg. Denn in 26 Ländern scheitert das Referendum: es fand bislang in einem einzigen Land statt und in 26 Ländern nicht.

No 7:  Wichtige Nachrichten werden unterdrückt oder sie werden nicht ihrer Bedeutung entsprechend gemeldet. Zum Beispiel hier die Rede des Präsidenten Václav Klaus. Oder hier diese Warnung.  Oder diese Aufnahme eines Aufruhrs im Europäischen Parlament.
Seit dem 13. 6. 2008 ist dies Unterdrücken von Nachrichten besonders auffällig. Ein Staatspräsident publizierte am Abend des 13. 6. 2008 auf seiner Site die Meldung der “EU-Vertrag ist tot”. Diese Meldung wurde nicht publiziert von den Medien. Verfolgt man die elektronischen Leserbriefe beispielsweise auf Welt-Online, so blickt man in einen Abgrund zwischen veröffentlichter Meinung und Meinung des Volkes. Ein Medium schrieb im Titel es werde kein Druck ausgeübt und im Text beschrieb es den Druck, der auf Irland ausgeübt wird.

No. 8: Die selbstgeschaffenen Regeln zeigen das Scheitern der Eurokraten an. Also versuchen sie die Regeln zu ändern. Die eigenen selbstgewählten Regeln werden plötzlich nicht mehr ernst genommen.

No. 9: Falls aus Versehen mal die Wahrheit über den Vertrag von Lissabon gesagt wurde von Vertretern der EU, und dazu noch in Schriftform, so wird dies flugs geändert. So begab es sich gestern. Früher hatte man dafür ein Wort, das mit “Z” begann.

No. 10: Genauso wie aus der EU-Verfassung der “Vertrag von Lissabon” wurde, wird jetzt aus dem “Vertrag von Lissabon” der “Reformvertrag”. Ein und dieselbe Leiche, die abgelehnt wurde, von jedem Volk, das abstimmen durfte, wird in immer neue Kosmetik getaucht. Inhaltlich bleibt die Leiche gleich:
“Reformvertrag” = “Vertrag von Lissabon” = “EU-Verfassung“.

Jauche riecht streng, auch wenn man sie “Parfum” tauft.

No. 11: Es wird versucht den Staat Irland zu diskreditieren, indem er als “Schurkenstaat” bezeichnet wird. Und es wird versucht die Iren, die irischen Wähler, darzustellen als seien sie moralisch minderwertig, als “beißen sie die Hand, die füttert”. Dabei wäre es eben gerade ehrlos sich die Freiheit, Wahlmöglichkeit, Demokratie abkaufen zu lassen.

No. 12: Das Wort “Europa” wird verwendet, wenn die EU gemeint ist und nicht wir 480 Millionen Europäer gemeint sind. Das Volk von Europa ist etwas anderes als der Kontinent Europa. Die Bevölkerung von Europa ist etwas anderes als Europa. Europa ist ein Kontinent. Europäer sind Menschen. Dieser Trick No. 12 ist verwandt mit Trick No. 4: Aus 480 Millionen Menschen (Mehrzahl) wird Europa (Einzahl) und aus Europa wird die EU. Es wird suggeriert eine Schar einiger weniger sei dasselbe wie 480 Millionen Menschen.

No. 13: Ein Gutachten, das von der EU bezahlt wurde, bringt als Ergebnis einer bezahlten repräsentativen Umfrage etwas, was genau dem Willen des zahlenden Auftraggebers passt. Obwohl genau das Gegenteil richtig ist. Zudem wird eine bezahlte repräsentative Umfrage gleichgesetzt mit einer tatsächlichen freien Umfrage, nämlich mit der allgemeinen, freien, gleichen und geheimen irischen Volksabstimmung. Statt den Willen des Wählers zu achten wird uns erzählt von bezahlten repräsentativen Umfragen.

No. 14:  Diesen altbewährten Kniff kannten schon die alten Römer: Divide et Impera. (Teile und Herrsche). Dieses Strategem wandte schon Sun Tse an und es ist bildlich dargestellt in Asterix Comics. Die EUkratoren sagen den Iren, die in freier, allgemeiner, demokratischer Wahl über die EU-Verfassung den Vertrag von Lissabon Reformvertrag – wann dürfen wir anderen europäischen Wähler in 26 Ländern dieses demokratische Grundrecht ausüben? – abgestimmt  haben: “Wegen Euch Iren kann nun das arme kleine Kroatien nicht aufgenommen werden in die EU und wird wegen euch arm bleiben.” Als wenn es in der näheren und weiteren Zunkunft  Deutschland, Spanien, Irland, die schon Bestandteil der EU sind,  wirtschaftlich besser gehen würde. Das wird nicht geschehen.
Außerdem wird hier Triangulierung getrieben:

“…die Auslagerung eines Konflikts aus einer Zweierbeziehung auf einen Dritten.”

No. 15: Es wird uns Europäern, die nicht abstimmen dürfen, erzählt unsere wirtschaftliche Potenz werde leiden ohne den Reformvertrag (=Lisbon treaty =Vertrag von Lissabon = EU Verfassung). Es wird gesagt, wir hätten schlechtere Chancen gegen Asien. Dieser Trick  ist eine Variante des eben beschriebenen und völlig unwahr. Wahr ist: Spanien ist in der EU und – nicht nur – seine Konjunktur, seine Wirtschaft befindet sich im Fall. Es beginnt auch – nicht nur – in Deutschland öffentlich  zugegeben zu werden, was an anderer Stelle schon vor Beginn des Jahres öffentlich diagnostiziert wurde. Die EU versucht Haß zu säen indem sie Menschen, die unter Inflation, Armut, Arbeitslosigkeit leiden werden, einzureden versucht, es würde diesen armen Menschen besser gehen, wenn es eine EU-Verfassung gäbe. Weil dann nämlich konkurriert werden könne gegen Asien. Das ist abwegig. Wo wären denn die Märkte? Wer sollte kaufen? Kann man einer Nackten in die Tasche fassen?  Die Märkte brechen zusammen. Darin liegt das Problem. Es begann  über die Immoblase in den USA mit den Finanzmärkten, wo monatelang die Problematik zu beschönigen versucht wurde, jetzt aber ist es bald zu Ende mit den Versuchen die Realität zu vernebeln.

No. 16: Die Illusion der Alternativen (“Wollen Sie Erdäpfel oder wollen Sie Kartoffeln?”): Der Manipulierende gibt dem Opfer (Dem “Ziel”) eine Wahl, die so beschaffen ist, daß alles, was immer der “Wählende”  auch auswählt, dem Interesse des Manipulanten dient und gerade nicht dem Interesse des Opfers. Durch die Illusion der Alternativen wird das Opfer darüber getäuscht, daß die Auswahl sich nur auf genau die Ebene bezieht, die dem Manipulanten passt.
Elemente aus den Bereichen, die dem Interesse des Opfers dienen, werden nicht zur Wahl gestellt. “Wollen Sie im blauen oder grünen Zimmer hingerichtet werden?”
Musterbeispiele sind sich häufende Umfragen, bei denen entscheidend wichtige Wahlmöglichkeiten von vorneherein überhaupt nicht erwähnt sind. Somit kann über sie nicht abgestimmt werden. Es wird suggeriert, die geannten Wahlmöglichkeiten deckten das Spektrum der Entscheidungen vollständig ab. Folge: egal, was angekreuzt wird entscheidet man immer nur in eine Richtung, in die gewollte Richtung.

No. 17: Menschen, die Freiheit der Abstimmung und Freiheit der Selbstbestimmung für die Menschen von  27 Staatsvölkern verlangen, die auf dem demokratischen Prinzip “Die Staatsgewalt geht vom Volk aus” beharren, werden mit dem Vorwurf des Faschismus beschmutzt. Es handelt sich um einen Unterfall zu dem rhetorischen Trick des “argumentum ad hominem”: Wem inhaltsbezogen nichts mehr einfällt weil der andere die besseren Argumente hat, der verunglimpft den anderen. Beabsichtigte Folge: Publikum soll denken “Aus dieser schmutzigen Quelle schöpfe ich nicht”.

No. 18: Ausgehend von der offenkundigen Unwahrheit der Behauptung: Entscheidung der Irischen Wähler = Entscheidung einer Regierung über ein Staatsvolk wird unsere Intelligenz beleidigt indem geschlußfolgert wird:
Irische Volksabstimmung = 1 Entscheidung (die “respektiert” werde) =>
26 Staatsvölker, die nicht abstimmen dürfen, und bei denen die Regierungen dem Volke diktieren = 26 Entscheidungen.

26 ist mehr als 1 (Stimmt.)
26 Regierungsentscheidungen seien mehr als 1 Volksentscheidung (FALSCH.)
Die EUrokratur will weismachen 26 Diktatentscheidungen seien wesensgleich mit 1 (einer) FREIEN Entscheidung.

Daraus folge, sagen sie, sagt die EUrokratur:
Es stehe 26 : 1
Es stehe 26 : 1 gegen Irland
, sagen sie

Die EUrokratur besitzt die Chuzpe uns zu verkünden, es stehe 26: 1 gegen Freiheit, Demokratie.

No. 19: Der Trick besteht darin, nicht das öffentlich zu erörtern, was das eigentliche Thema ist, sondern ablenken zu wollen auf ein Scheinthema. Hier haben wir ihn ausführlich erörtert.

No. 20: Hier wird so verfahren wie bei No. 18, mit dem Unterschied, daß suggeriert wird es seien Entscheidungen von Parlamenten über das Fundament der Staatsform identisch mit der Entscheidung eines ganzen Volkes über das Fundament der Staatsform. Es wird vorgegaukelt die Abstimmung eines Volkes darüber ob die Verfassung geändert werden soll sei GENAU DASSELBE wie die Entscheidung von Parlamentariern in dieser Verfassungsfrage. Es wird so getan als ob die Entscheidung einer das Volk betreffenden Schicksalsfrage durch Volksabstimmung identisch sei mit einem Parlamentsbeschluß. Als wenn es sich bei dem “Reformvertrag” (Vertrag von Lissabon, EU-Verfassung) nicht um eine Verfassungsänderung handeln würde sondern um einen 0815 Paragraphen des Bundesjagdgesetzes. Als ob die Parlamentarier überhaupt die in diesem Falle dringend notwendige Sachkunde gehabt hätten. Wie es um die Sachkunde der von “Panorama” befragten Deutschen Abgeordneten am Tage der Beschlussfassung zum Vertrag von Lissabon (EU-Verfassung) bestellt war – trostlos – sehen und hören wir in diesem Video-Beitrag.

No 21: Europafeind EU bezeichnet Europafreunde als Faschisten. Wer für Freiheit, Selbstbestimmung, Demokratie, Volksabstimmung, das sind alles uralte Europäische Ideale, ist, der  wird von dem Feind dieser Gedanken – die Praxis zeigt es überdeutlich seit dem 13. 06. 2008 was die EUrokratur von Volksabstimmung, Demokratie, Freiheit, Autonomie hält – als “Europafeind” und als Faschist bezeichnet. Warum bezeichnet sich Europafeind EU selbst als Faschisten?
Hier ist eine weitere – knappe – Analyse dieses EU-Tricks 21.

No. 22: Als das Englische Parlament über den “Reformvertrag” (EU-Verfassung, Vertrag von Lissabon) debattierte, es nahm ihn an, war der Text des “Reformvertrages”  zu Beginn der Parlamentsdebatte den Abgeordneten nicht auf Englisch verfügbar. Die Parlamentarier taten das, was ihnen die “Einpeitscher” vorgaben.
Selbst wenn er vorgelegen hätte, so  wäre er wegen seines absichtlich völlig unübersichtlichen Aufbaus unmöglich gewesen, ihn in der zur Verfügung stehenden Zeit zu analysieren (Fußnoten zu Fußnoten; Dauerndes Hin-und Herblättern in mehreren Texten). Eine andere Variante dieses Tricks, über den uns der dänische EU-Abgeordnete Jens Peter Bode berichtet, ist:

No. 23: Es wurde von diversen Medien  gemeldet, Bundesrat und Bundesrat hätten ratifiziert, obwohl diese das überhaupt nicht können. Als wir uns dieses Beispiels annahmen wurde das von uns Monierte nachträglich geändert: “Bundestag und Bundesrat haben das Vertragswerk [Reformvertrag] bereits ratifiziert.”  Völlig unwahr! Das können die garnicht. Das kann nur der Bundespräsident. Es fällt mir extrem schwer zu glauben, daß bezahlte Journalisten nicht den politischen Elementarbegriff “Ratifikation” kennen. Diese objektive Falschmeldung befindet sich in einem kurzen Artikel der 5 weitere Tricks unterbringt.

No. 24: “Der Vertrag von Lissabon soll die Institutionen und die Entscheidungsprozesse in der auf 27 Staaten erweiterten EU schlanker machen” Das ist Trancesprache wegen der Häufung von abstrakten Begriffen und enthält die Suggestion (”schlankere”) der Vertrag von Lissabon sei wünschenswert. Genial ist die Formulierung ” schlankere Entscheidungsprozesse” dafür, daß im Reformvertrag steht, auf das Allerwesentlichste zusammengefasst: “Die  Exekutive gibt sich die Gesetze selber und sitzt über sich selber zu Gericht”.

Es ist nur zu wahr: Die Entscheidungsprozesse werden wahrhaftig schlanker wenn man das Prinzip der Gewaltenteilung (Hier ist “Gewaltenteilung” lustig, kurz und spannend erklärt) begräbt.

Schlanke Entscheidungsprozesse” = Gewaltenteilung abgeschafft

No. 25: Der Öl – Joker oder “Der Brandstifter bewirbt sich bei der Feuerwehr”. Der ÖL – Joker ist ein Unterfall des Strategems: Man versetze das Ziel (hier das Volk) in Angst und biete sich selbst als Lösung, als Befreiung an (wer darauf hereinfällt handelt als gäbe er aus Sorge vor Einbruch dem Einbrecher seinen Wohnungsschlüssel.)
Der ÖL-TRICK  verknüpft die berechtigten Sorgen wegen Inflation und steigendem Ölpreis mit der aberwitzigen Vorstellung, die EU könne am Ölpreis zu unsern Gunsten etwas ändern, während sie bestenfalls zu Änderungen zu unseren Lasten imstande ist. 1. Anwendungsbeispiel aus der Praxis. (Es versteht sich, daß noch andere Tricks enthalten sind. Immer verknüpft die EUrokratur mehrere Tricks. Das macht sie schwerer zu durchschauen und gleichzeitig ihre Wirkung stärker.)
Wenn das unterdrückte und getäuschte Volk vollends in die Armut gerät und sich dessen immer bewusster und bewusster wird, soll es glauben die EU sorge für 500 MILLIONEN EUROPÄER. Wahr ist dagegen: Die EU sorgt für etwa 10.000 EUrokraten.
Dem Volk wird die Lüge eingetrichtert:
“Wir [lies·EUrokraten] könnten Euch [die uns egal sind, sonst würden wir die Irische Entscheidung respektieren und 500 Millionen Europäer abstimmen lassen dürfen] vor dem hohen Ölpreis schützen, wenn WIR den Reformvertrag [Ermächtigungsgesetz zur Diktatur] hätten.
Diesen EU-Trick 25 © 2008 EU werden wir in der zweiten Jahreshälfte oft und oft hören. Je höher der Preis für Öl steigt, desto öfter werden wir ihn serviert bekommen.
Die EU kann den Ölpreis genauso beeinflussen, wie sie den Fixstern Aldebaran verschieben kann:
Kein bißchen.

No. 26: “Als das Grundgesetz eingeführt wurde, gab es dafür auch keine Volksabstimmung und es hat sich jahrzehntelang bewährt!” Der Trick besteht in der Gleichsetzung Grundgesetz sei gleich Reformvertrag (Vertrag von Lissabon). Als das GG (Grundgesetz) 1949 beraten wurde geschah dies öffentlich, alle konnten sich informieren. Das GG konnte von allen gelesen und verstanden werden. Die Beratungen zum Reformvertrag waren nicht öffentlich und mit all seinen Anhängen, Erweiterungen umfasst er 3000 Seiten, die vorsätzlich extrem leseunfreundlich gehalten wurden. Das Grundgesetz ist eine freiheitliche Verfassung. Den Vätern des GG steckten die grausigen Erfahrungen, was ein Unrechtsregime anzurichten vermag, noch in den Knochen. Das Grundgesetz schreibt Gewaltenteilung für alle Zeiten fest (Art. 79 Abs. 3 mit Art. 20 GG). Dem Prinzip der Gewaltenteilung versetzt Art. 48 Absatz VI (sechs) des Reformvertrages, um es milde zu formulieren, einen enormen Schlag.
Trick 26 gibt selber zu, daß das Grundgesetz sich fast 60 Jahre bewährt hat. Warum also es abschaffen? Warum übernimmt man nicht die Freiheitsgarantien, die Verbriefung der Gewaltenteilung, in die EU-Verfassung?

No. 27: Er ist verwandt mit No. 7, wird in ‘Interviews’ benutzt und enthält die Elemente:

  • Man nehme nur Interviewpartner einer Richtung, als ob es keine anderen gäbe (“Kartoffeln oder Erdäpfel” No. 16).
  • Man stelle nicht die Fragen, die die Gegner des EU-Vertrages aufwerfen.
  • Man unterlasse es nachzuhaken, selbst wenn offenbare Unwahrheit gesprochen wird.

No. 28: Die EU gibt sich populistisch und fordert Steuersenkungen: Die Druckausgabe von “Welt Kompakt” (erscheint werktags täglich) Berlin /Nummer 130 vom 7. 7. 2008  meldet als Aufmacher auf der Titelseite: “EU fordert Steuersenkungen” und im kurzen Text erfahren wir, daß die EU eine Senkung der Mehrwertsteuer in verschiedenen Bereichen fordert.

Wir kennen viele, die Steuersenkungen schon lange fordern.
Wohin Professor Kirchhoff damit kam ist bekannt:
Er wurde fallengelassen von unserer heutigen Kanzlerin.
Hoppla, wird jetzt die EU populistisch und nimmt sich ausnahmsweise der Wünsche des Volkes an, wird populistisch? So fragt man sich erfreut. EU populistisch – da könnten wir ja hoffen auf eine Volksabstimmung.

Fast wäre man geneigt die EU zu einem vernünftigen Gedanken zu beglückwünschen.
Aber schnell ist es vorbei mit den Gückwunschgedanken:
Wie sollte denn der Nettozahler Deutschland seine enormen Gelder, die Deutschland an die EU zahlt, finanzieren, wenn Deutschland die MwSt. senken würde?
Deutschland braucht die hohe Mehrwehrtsteuer um als größter Nettozahler der EU seine Abgaben an die EU überhaupt finanzieren zu können.

Außerdem: Noch kann doch wohl jeder Staat eigenständig entscheiden über die Höhe der MwSt. und braucht nicht die EU dazu.

Wie gesagt: Diese Auflistung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Sehr lehrreich in diesem Zusammenhang ist Arthur Schopenhauers Klassiker:

Eristische Dialektik
oder Die Kunst, Recht zu behalten

siehe auch insbesondere:

Arthur Schopenhauer:
Eristische Dialektik
38 Kunstgriffe kommentiert

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2 Kommentare

  • WELT-Umfrage:

    “Was halten Sie von der EU?
    1% – Sie ist großartig
    13% – Sie hat ihre Vor- und Nachteile
    13% – Sie ist ziemlich schlecht
    73% – Ich wünschte, Deutschland würde austreten

    Studie
    Mehrheit der Europäer sieht die EU negativ”

    http://www.welt.de/politik/article2145728/Mehrheit_der_Europaeer_sieht_die_EU_negativ.html

  • Auch ich sehe das, was aus der ursprünglichen Eu-Idee geworden ist, negativ.
    Warum? Ursprünglich ging es darum näher zusammen zu rücken, die Möglichkeit der Aggression abzuwenden (Ergebnis von Kriegserfahrungen) und der Großmacht USA (militärisch und wirtschaftlich) eigene wirtschaftliche und andere Stärke entgegenzusetzen.
    Was ist geschehen? Eine große Menge von, wie es hier so schön heißt “EUrokraten” wirtschaftelt vor sich hin und nicken eine Reihe Gesetzen ab, deren Inhalte ihnen oft mehr oder weniger unbekannt ist. Sie stehen sich gut mit den Mächtigen in der Welt, als da sind v. a. Pharma- und andere Konzerne. Sie ertragen den Druck von kritischer Auseinandersetzung nicht mehr, man „hat sich lieb“ und bestätigt sich gegenseitig gerne – nur keinen Stress und keinen Druck aufbauen.
    Was nutzt das alles dem Einzelnen? Der Bürger wird immer mehr eingeengt durch Erlasse, Gesetze, Verfügungen, durch „Europanormen“, die im gemeinsamen Parlament der EU, der “Zentrale” verabschiedet werden, er wird entmündigt – z.B. dürfen auf einmal über jahrhunderte bewährte Naturheilmittel nicht mehr “einfach so” verkauft und verwendet werden. Außerdem versuchen die “Volksvertreter” – allen voran die Regierenden der einzelnen Länder – eine sogenannte EU-Verfassung gegen jeden Widerstand und unter Zuhilfenahme von Diskriminierungen und “Hetze” durchzudrücken, ohne ihr Ohr an den Bedürfnissen der Menschen zu haben, die sie doch , so scheint zumindest, vertreten. Dies alles tun sie um ihre Existenzberechtigung auf teurem Niveau zu bestätigenden und abzusichern.
    Auch wenn wir davon profitieren, dass wir innerhalb vom EU-Land reisen und kaufen können ohne Zollschranken – wenn der EU-Bürger denn das Geld hat die Möglichkeiten zu nutzen –, so gibt es daneben eine Menge Nachteile, v.a., dass die Institution zum Selbstläufer geworden ist. Davor hatte der gute alte Max Weber schon gewarnt. Etwa so: schaffe eine Verwaltung. Ihr Überleben und ihren Auswuchs besorgt sie dann schon alleine.


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