Hier ist das Radix von Dr. h.c. Dr. ing. e.h. Friedrich Flick:

Bekanntlich war er der reichste Mann Deutschlands. Supperreich. Schwerreich.
Die neuzeitliche “revidierte” (=kastrierte) “Astrologie” ist mit diesem Radix einfach nur überfordert. Sie lehren dort ernstlich es sei ein übles Zeichen für Reichtum, wenn Saturn in Haus 2 steht. Das ist ausgemachter Unsinn. Sie vergessen dabei die Feinheiten. Das Kennzeichen schlechthin der revidierten (=kastrierten) Astrologie ist es, dass sie altüberlieferte, tausendfach erprobte praxistaugliche Mittel und Methoden der Astrologie nicht kennen, nicht anwenden.
Maßgeblichen Anteil daran trägt der Maler Thomas Ring (hat in Deutschland nicht schon ein Maler enormen Schaden, kolossale Verbrechen angezettelt?) aber Dr. v. Klöckler stieß in das gleiche Horn. Ergebnis ist: man blicke sich um auf deutschsprachigen astrologischen Foren und findet seitenweise psychologisierende Ergüsse aber keine kernigen astrologischen Aussagen.
Genau um kernige astrologische Aussagen ging es jahrtausendelang in der Astrologie: “Bekomme ich Kinder?” “Werde ich reich?” und vieles andere mehr.
Ein psychologisierender “Astrologe” ist einfach nur überfordert mit der Frage, wenn Friedrich Flick sie ihm gestellt hätte, “Wie sieht es aus bei mir mit Geld?” Er hätte Gefasel zu hören bekommen, dass man Tendenzen sagen kann aber keine klaren nachprüfbaren Aussagen trifft.
Der Plagiator Reinhold Ebertin – er klaute sein “System” bei der Astrologie Hamburger Schule, wobei er nur einen Bruchteil der Astrologie Hamburger Schule verwendete, sogar den Namen “Kosmobiologie” klaute er, mit einem Wort: die “Kosmobiologie” ist nichts weiter als ein dünnes Plagiat – schreibt sinngemäß:
“Saturn in Haus 2 ist nach Ansicht der klassischen Astrologie ein sicheres Zeichen für Armut.”
Das ist falsch!
Das ist grundfalsch!
Die alten Astrologen waren nicht dumm. Niemals und nirgendwo haben sie eine verflachte Astrologie der Art “Saturn in X bedeutet y” betrieben. Niemals. Dagegen werden heutzutage immer noch “Astrologen” im deutschsprachigen Raum dazu abgerichtet.
Die revidierte Astrologie ist wie ein Uhrmacher, der mit einem Vorschlaghammer eine Patek Philippe reparieren will. (Und jeder einzelne Mensch ist um Unendliches wertvoller und kostbarer als die teuerste Luxusuhr.)
Entsprechend sind die Ergebnisse.
Entsprechend ist der Ruf der Astrologie.
Mehr zu dem Horoskop des reichsten Menschen Deutschlands hier.
2 Kommentare
Juni 18, 2008 um 7:35
Um das Thema Ebertin noch ein wenig differenzierter zu beleuchten, sei aus seinem Buch “Gesicherte Schnelldiagnose” (1959) aus Beispiel 1 zitiert :
( Auf einer Arbeitstagung hatte Ebertin ein Horoskop gezeigt ). “Man erkannte sehr richtig das Quadrat zwischen Sonne und Saturn, wobei der Saturn im 2. Haus, das sich auf finanzielle Angelegenheiten beziehen soll, auf einen Menschen hinweist, der – der traditionellen astrologischen Deutung entsprechend – selten einen vollen Geldbeutel haben dürfte … Mit dieser Erläuterung waren alle Tagungsteilnehmer einverstanden. Zu deren Überraschung musste aber nun gesagt werden, dass es sich hier um das Kosmogramm eines ganz besonders erfolgreichen Unternehmers handelt, der als Photo-Porst international bekannt ist.”
( Es folgen dann Erklärungen, warum dem so ist. )
Somit hat Ebertin selbst diesen Irrglauben ( Saturn in Haus 2 = Armut ) bekämpt.
Die obigen Ausführungen über die derzeit verbreitete psychologische Geschwätz-Astrologie möchte ich voll und ganz unterschreiben.
NSU
Juni 19, 2008 um 5:29
Hallo,
Ebertin verstand die klassische Astrologie nicht:
Saturn in irgendeinem Haus kann kann ein Wohltäter oder Übeltäter odwer irgendetwas dazwischen sein. Saturn in Haus zwei kann dann und nur dann ein Zeichen sein für finanzielle Kargheit, wenn andere Bedingungen erfüllte sind. Es hängt davon ab, wie der essentielle und der akzidentielle Zustand des Saturn ist.
Diese Lehre ist uralt und erprobt.
Ebertin kannte sie noch nicht einmal.
Ebertin hatte ein Zerrbild der klassischen Astrologie.
Er war ein Plagiator.
Er gab als eigene Leistung aus, was er kopiert hatte von der Astrologie Hamburger Schule. Alles, was Ebertin anwendet, ist schon vor ihm beschrieben in der Literatur der Astrologie Hamburger Schule. Aber – genauso wie er die Klassik nicht verstand in ihren Differenzierungen – genauso differenzierte er wenig bei seinem Plagiat: er ließ wichtige Erkenntnismöglichkeiten einfach weg.