Also doch:
Financial Times Deutschland:
…
Angestrebt sei eine europäische Lösung. Allerdings werde auch ein Alleingang Deutschlands nicht ausgeschlossen.
Um 19.11 lautet die Schlagzeile der Financial Times Deutschland:
Berlin hat nicht die Mittel um das seit rund 11 Wochen auf den Gehwegen befindliche Glatteis zu beseitigen, täglich brechen sich rund 500 Menschen die Knochen weil sie ausrutschen auf den spiegelglatten Gehwegen in Berlin, aber Berlin rettet Griechenland, dafür sind die Mittel gerne da.
Reuters heute um 19.10:
“Die Entscheidung in der Euro-Zone zur Hilfe für Griechenland ist praktisch gefallen”, hieß es am Dienstag in Kreisen des Regierungsbündnisses in Berlin.
Die Schulden Griechenlands betragen rund 300 Milliarden Euro. Deutschland ist seit Jahrzehnten grösster Nettozahler in die EU. Jetzt legen die vom Volk gewählten deutschen Politiker nach. Sie geben zusätzliches deutsches Geld in aberwitziger Höhe nach Griechenland. Griechenland erschlich sich mit gefälschten Zahlen den Eintritt in die EuroZONE. Griechenland legte jedes Jahr aufs Neue gefälschte Zahlen vor. Alle wussten das und Deutschland zahlte. Jetzt legt Deutschland nach. Wir wissen nun warum in deutschen Städten das Licht ausgeschaltet wird. Das Deutsche Volk wird den Gürtel sehr eng schnallen müssen. Was gedenken vom Deutsche Volk gewählte Politiker zu tun wenn Spanien, Portugal, England, fällig sind?
Merkt die CDU nicht, dass das Deutsche Volk sehen wird wo sein Geld hinverschleudert wird? Dass das Volk merken wird warum es ihm immer schlechter geht? Will die CDU sich kleinmachen und jetzt noch kleine Parteien großmachen?
Bei Stratfor lesen wir eine Analyse, in der Zahlen genannt werden:
- Die Eurozone braucht 2010 2,2 Billionen € geliehen.
- Griechenland benötigt für 2010 53 Milliarden um überhaupt durch das Jahr zu kommen.
- Italien benötigt 393 Milliarden € um durch 2010 zu kommen.
- Belgien braucht 89 Milliarden € für 2010. Wir sprechen dauernd von geliehenem Geld.
- Frankreich braucht 454 Milliarden Euro geliehen für 2010.
In der Analyse von Stratfor wird mit Recht von einem Dilemma Deutschlands gesprochen, es wird mit Recht gesagt, dass die vernünftige und befriedigende Antwort wäre, wenn Deutschland nicht zahlt für Griechenlands Schulden. Stratfor tut dann aber so als hätte Deutschland in der EU etwas zu sagen. Deutschland hat wenig zu sagen in der EU. Jeder beliebige Kommissar der EU hat mehr Macht als der Deutsche Kanzler. Mehr als 80 % aller Vorschriften kommen aus Brüssel. Deutsch wird noch nichteinmal als Hauptsprache verwendet in Brüssel. Deutsche quatschen dort Englisch oder Französisch. Deutsch war noch vor 100 Jahren eine Weltsprache und die führende Sprache der Wissenschaft.
Stratfor hat unrecht mit der Behauptung Deutschland sei mächtig innerhalb der Machtstrukturen der EU.
Deutschland war jahrzehntelang finanziell stark. Das ist nun vorbei.
- Kohl schaffte die DM ab. Das Volk wurde nicht gefragt.
- Das Volk wurde auch nicht gefragt wegen dem Wahnsinn des Krieges in Afghanistan.
- Das Volk wurde nicht gefragt wegen dem Vertrag von Lissabon.
- Das Volk wurde nicht gefragt als die Deutsche Sprache systematisch verhunzt und verdummt wurde: Schlechtschreibreform.
Französische Zeitungen schrieben anläßlich des Vertrages von Maastricht:
“Das ist wie Versailles ohne Krieg.”
Die Abschaffung der DM war wie Versailles nach dem 1. Weltkrieg: Deutschland wurde in Versailles verdonnert zu Zahlungen, die es immer noch leistet, Deutschland zahlt immer noch an den Zahlungen, die in Versailles nach dem Weltkrieg Eins beschlossen wurden. Deutschland zahlt seit Jahrzehnten Unsummen – als einziges Land, neben England – ein in die EU. Deutschland schulterte daneben die Lasten der Wiedervereinigung. Jetzt lädt sich Deutschland neue Zahlungslasten auf an denen das Volk zusammenbrechen wird. Meiner Ansicht nach ist das, ich finde keine andere Erklärung, gewollt. Das ist Absicht.
Deutschland war einst finanziell stark.
In einem schönen und oft auch kaltem Land mit langem trüben kaltem Winter arbeitete das Volk und zahlte Steuern im Glauben für sich zu arbeiten. Das ist vorbei. Andernorts herrschte Sonnenschein, Leichtlebigkeit und Lebenslust, mit Arbeit sich den Tag “versauen”, wer würde sowas denken? Wozu Malochen wozu sparen wenn es ein reiches Nordlicht mit Spendierhosen gibt? Wozu arbeiten? Wozu sparen?
Ironie an: Ist es nicht pervers wenn jemand arbeitet und er glaubt die Früchte der eigenen Arbeit selber genießen zu dürfen? Sein Geld, das er verdient hat mit seiner Arbeit, selber ausgeben zu können für die eigenen Wünsche und Bedürfnisse? Ist es nicht abartig, krank, kaputt, so zu denken? So krank dachten Deutsche noch in den 1960-er Jahren! Was damals normal war ist heute pervers und umgekehrt, was damals pervers war ist heute “normal”.
Ironie aus.
Deutschland war einst finanziell stark.
Das ist nun vorbei.
Deutschlands vom Volk gewählte Politiker bluten Deutschlands Volk aus. Deutsche Gelder, die dringend in Deutschland gebraucht werden, fließen in ein Land, das ganz offen Steuerhinterziehung duldet und das jahrelang seine wirtschaftlichen Kennzahlen systematisch fälschte. Dafür zahlt das Deutsche Volk. Ob es das gerne tut wird sich zeigen wenn das Deutsche Volk erfährt was gespielt wird und wenn es Alternativen sieht auf dem Wahlzettel.
Eine kleine Partei, vielleicht gibt es ja schon welche, müsste nur dieses Programm verkünden: Raus aus EuroZONE, raus aus EU, raus aus Nato, Erklärung der Neutralität, Wiedereinführung der DM, alle deutschen Soldaten zurück aus dem Ausland.
Update:
Des Deutschen nicht Kundige lesen eine Verlautbarung des deutschen Regierungssprechers Ulrich Wilhelm als Dementi eines Bailouts für Griechenland. Sie verstehen ihn falsch. Er dementiert keineswegs den Bailout:
Reuters:
Regierungssprecher Ulrich Wilhelm wies die Darstellung aus Koalitionskreisen, wonach eine Entscheidung praktisch gefallen sei, als unzutreffend zurück. Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums erklärte, dass keine Entscheidung über Hilfe gefallen sei. “Es wird daran gearbeitet, in Vorbereitung auf den Europäischen Rat mit Griechenland weitergehende Sanierungsschritte zu erarbeiten, die die Märkte beruhigen.” Alles andere sei Spekulation.
An Devisenmärkten geht die Post ab. Der Euro im Verhältnis zum Dollar schoß in die Höhe und sackte dann ab, als das vermeintliche Dementi kam. Regierungsinsider und deren Spezerln haben hier die Möglichkeit in Windeseile mindestens ein paar Millionen so nebenbei zu machen. Kaufen vor erster Nachricht (Bailout) und verkaufen kurz vor Lancierung der zweiten Nachricht (“Dementi”). Das Spielchen kann man des öfteren am Tage treiben. Grafik ist von Zero Hedge (Anklicken zeigt alles):

Deutsche Banken sitzen auf enorm vielen Papieren Griechenlands. Nutznießer der Aktion sind also wieder einmal die Herrschaften, von denen ein wichtiger Protagonist seinen Geburtstag im Kanzleramt feierte, Herr Ackermann, Chef der Deutschen Bank.